Fitifito FT700 Profi Laufband Test

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Datenblatt
Verarbeitung
7.5
10
Stabilitaet
7
10
Laufgefuehl
7
10
Leistung
7
10
Technik
7.5
10
Preis-Leistung
7.5
10

Bewertung

7.3
Gut
7.3
Gut
7.3
Gut

1.099,00

Zuletzt aktualisiert am 27. Februar 2021 um 5:42 . Alle Angaben ohne Gewähr.
Länge x Breite x Höhe

Abmessungen

195 x 85 x 148 cm
Länge x Breite

Lauffläche

151 x 51 cm

PS (Dauer/Max.)

3,5 PS
k. A.

Max. km/h

20 km/h

Steigung

0-12%

Belastbarkeit

85 kg

Testbericht

Inhaltsverzeichnis

In diesem Fitifito FT700 Test erfahren Sie, wie sich das Laufband im Vergleich mit den anderen Mittelklasse-Modellen schlägt und ob das FT700 sich zum Vorgänger, dem FT900, steigern konnte.

Lieferung & Aufbau

Nachdem Sie das Fitifito FT700 gekauft haben, wird sich das beauftragte Speditionsunternehmen bei Ihnen melden, um einen passenden Liefertermin zu vereinbaren. Hinterlassen Sie deshalb am besten beim Bestellvorgang Ihre Rufnummer oder Mailadresse.

Die Lieferung erfolgt nur bis zur Bordsteinkante. Mit knapp 100 kg Bruttogewicht (Netto 85 kg) fällt das Paket nicht nur riesig aus, sondern ist auch ziemlich schwer. Organisieren Sie sich mindestens eine weitere Person, die Ihnen beim Tragen hilft.

Viele klappbare Laufbänder sind heutzutage schon fast vollständig vormontiert. Das ist beim Fitifito FT700 leider nicht der Fall. Das heißt, Sie müssen die Konsole und die Säulen am Laufdeck befestigen. Nötiges Werkzeug, eine Bedienungs- und Montageanleitung sind im Lieferumfang enthalten. Der Aufbau ist unkompliziert und in 30 Minuten erledigt. Nur das beiliegende Werkzeug ist suboptimal.

Verarbeitung & Optik

Optisch macht das Fitifito FT700 einen sehr schlichten und modernen Eindruck. Alle Flächen sind ziemlich gerade und flach, wodurch das Laufband nicht so voluminös erscheint. Aber das wirkt sich nicht zum Nachteil aus, denn mit 85 kg Eigengewicht ist das Laufband ziemlich stabil. Das merkt man auch an der Verarbeitung. Vor allem liegt die Lauffläche standsicher auf dem Boden und macht einen langlebigen Eindruck. Größtenteils wird deshalb auch Stahl anstatt Aluminium verwendet. Die Plastikabdeckungen machen aber auch einen guten Ersteindruck und sind sauber und stabil verarbeitet. Insgesamt gefällt uns das sehr gut.

Einzig die Transportrollen gefallen uns nicht wirklich, da die zu klein ausfallen und bisschen Spiel haben. Aber die Rollen könnte man notfalls auch ersetzen.

Motor

Zum Motor finden wir nur die Angabe von 3,5 PS. Ob es sich dabei um die Dauer- oder die Maximalleistung handelt, können wir Ihnen nicht sagen. Aber im Grunde ist das nicht so wichtig, denn der PM-Motor arbeitet sehr effizient und zuverlässig. Zu keinem Zeitpunkt hat der Motor während des Trainings Probleme gemacht. Im Gegensatz zu vielen Bürstenmotoren braucht auch ein guter PM-Motor nicht so viel Leistung. Maximal kann man 20 km/h mit dem Fitifito FT700 Laufband erreichen. Für einen Großteil sollte das mehr als ausreichend. Auch in Kombination mit der Steigungsfunktion hat das Training problemlos funktioniert.

Laufgefühl

Die Lauffläche ist mit 151 x 51 cm sehr groß und geht schon langsam richtig Semi-Prof.-Laufband. Zu keiner Zeit fühlt man sich auf dem FT700 unsicher. In der Breite und besonders in der Länge haben wir viel Platz und das Laufband bleibt sehr standsicher während des Trainings. Besonders große Läufer mit langen Beinen dürfte die lange Lauffläche entgegenkommen.

Die Laufmatte ist dick und mehrfach beschichtet, was man auch direkt merkt. Auch die Dämpfung funktioniert soweit und dämpft die Schritte ab, aber nicht ganz so gut wie beim Fitifito FT850 oder dem Sportstech F37, was aber nicht heißen sollen, dass jetzt die Dämpfung schlecht wäre. Nur gefällt sie uns beim Sportstech F37 schon ein bisschen besser.

Ein bisschen störend empfinden wir den Aufdruck „Fit“ aus der Laufmatte, auf den man sich anfangs oft konzentriert. Aber das ist auch nur eine Gewöhnungssache. Eine unifarbene Laufmatte ist uns in der Regel lieber.

Steigung

Das Fitifito FT700 hat 18 Steigungsstufen, die sich elektronisch einstellen lassen. Schade, dass Fitifito hier nicht direkt die %Zahl der Steigung angibt, denn es sind maximal ca. 11 %. Das dürfte für viele Läufer ausreichend sein, wobei auch gesagt werden muss, dass es in dieser Preisklasse auch Laufbänder gibt die eine Steigung von bis zu 15 oder 18 % haben. Wem die 11 % nicht ausreichen, kann sich mal das Sportstech F37 oder Fitifito FT850 ansehen, die beide sogar günstiger sind.

Funktionstechnisch funktioniert die Steigung bei Fitifito FT700 einwandfrei und reagiert ohne Probleme auf Veränderungen. Der Motor kommt mit der zusätzlichen Belastung gut zurecht und automatische Steigungsänderungen während eines Trainingsprogramms funktionieren bestens.

Lautstärke

In Lautstärke während des Trainings in unserem Fitifito FT700 Test ziemlich durchschnittlich. Auf langsamen Geschwindigkeiten ist das FT700 sehr leise und die Schritte werden gut gedämpft. Auch der PM-Motor ist nicht sonderlich laut zu hören. Mit einem hohen Tempo wird es aber schon ein wenig lauter, besonders ab ca. 16 km/h. Deswegen empfehlen wir das FT700 auch nicht unbedingt in einer sehr hellhörigen Wohnung zu nutzen und besonders nicht spät abends. Das ist bei einem Laufband leider kaum vermeidbar. Nebenbei TV oder über die Tablethalterung Netflix oder Spotify zu nutzen geht eigentlich voll klar. Sie müssen nur ein wenig die Lautstärke erhöhen, was aber noch Zimmerlautstärke entsprechend dürfte.

Das Sportstech F37 ist gefühlt ein wenig leiser auf Top-Speed, aber sehr viel nehmen sich die Laufbänder nun auch nicht.

Technik (Konsole)

Die Konsole des Fitifito FT700 ist sehr aufgeräumt und übersichtlich, da aufgrund des Touchdisplays auf einige Knöpfe verzichtet werden kann. Zusammengefasst haben Sie im oberen Teil das 10,1“ große LCD-Touchdisplay mit einer zusätzlichen Smartphone-/Tablethalterung. Darunter finden Sie alle üblichen Standart-Tasten wie z.B. Start, Stop, Home, Zurück, Geschwindigkeit erhöhen/verringern, Steigung erhöhen/verringern. Ebenso haben Sie jeweils für die Steigung, als auch für Geschwindigkeit einige Schnelltasten. Leider sind das alles Touch-Tasten, die optisch 1A aussehen, aber in der Haptik nicht ganz so gut sind wie „echte“ Tasten.

Das Trainingsmenü ist ebenfalls sehr übersichtlich gestaltet und Ihnen werden die folgenden Trainingswerte auf dem Display angezeigt:

Sie können aber auch zeitgleich die vielen vorinstallieren Apps wie z.B.  Spotify, Netflix, YouTube, Prime Video, Facebook oder Chrome nutzen. Die Konsole ist WLAN-fähig und Sie können eine Verbindung zu Ihrem WLAN-Router aufbauen. Die Apps funktionieren alle soweit, nur ist der verbaute WLAN-Chip nicht der beste und gerade bei größeren Distanzen gibt es gelegentlich mal Probleme.

Die Streams funktionieren alle soweit und größtenteils auch flüssig, aber auch nur unter der Voraussetzung einer guten Verbindung. Surfen mit dem vorinstallieren Chrome Browser macht auch nicht wirklich Spaß, aber das ist wahrscheinlich vielen klar. Die Idee mit dem stark angepassten Android-System ist an sich wirklich nicht schlecht und dürfte auch einigen gefallen. Allerdings sollten Sie nicht mit der Erwartungshaltung dran gehen, dass es sich wie auf einem guten Mittelklasse-Tablet anfühlt.

Weitere Features

Des Weiteren ist das Fitifito FT700 Profi-Laufband üppig ausgestattet. Unter der Konsole finden Sie einen AUX und einen USB-Anschluss mit denen Sie MP3s von Ihrem Endgerät abspielen lassen können über die integrierten Lautsprecher. Die sind allerdings nicht wirklich gut, wie bei so vielen Laufbändern und es fehlt einiges an Volumen im Sound. Alternativ können Sie aber auch die praktische Tabletablage nutzen.

An den Handläufen finden Sie Handpulssensoren, die leider nicht wirklich genau sind. Allgemein halten wir Handpulssensoren nicht wirklich für sinnvoll. Aber es gibt zum Glück noch einen Bluetooth Empfänger in der Konsole, mit dem Sie einfach einen Pulsgurt verbinden können, der deutlich genauer ist als Handpulssensoren. Dann können Sie auch optional ein HRC-Training absolvieren.

Trainingsprogramme

Sie können ganz normal Countdowns für Zeit, Strecke oder Kalorien vor dem Training festlegen. Ebenso können Sie das HRC-Programm nutzen, mit welchen Sie in einem bestimmten Herzfrequenzbereich trainieren um z.B. die Ausdauer zu verbessern oder das Herz-Kreislaufsystem zu stärken. Ansonsten stehen Ihnen auch 16 Intervallprogramme zur Verfügung, die ganz abwechslungsreich sein. In den Programmen wird automatisch die Steigung, als auch die Geschwindigkeit vom Trainingsprogramm angepasst.

Apps

Das Fitfito FT700 unterstützt drei Laufband-Apps – FitShow, Kinomap & Zwift.

FitShow beinhaltet Programme, GPS-Karten und Logs. Die App ist derzeit noch ziemlich schwach und keine Empfehlung. Deswegen halten wir uns hier kurz. Weitere Infos finden Sie in unserer Laufband-App-Übersicht.

 

Kinomap beinhaltet mehr als 500 Video-Laufstrecken aus so gut wie allen Ländern der Welt. Sie können die Strecken einfach mit dem FT700 nachlaufen und dabei den Video- oder GPS-Kartenmodus nutzen. Ebenso können Sie an Wettbewerben teilnehmen, versuchen in die Bestenliste zu kommen und Ihre Trainingsdaten exportieren. Die Community ist sehr groß und wächst rasant schnell. Viele Strecken sind kostenlos nutzbar. Möchten Sie aber das volle App-Erlebnis, müssen Sie ein Monats- oder Jahresabo abschließen, dass preislich aber noch fair ist.

Beachten Sie, es gibt zwei Arten (Smart & Interactive) der Kinomap-Komptabilität. Das Fitifito FT700 wird in der Smart-Variante unterstützt. Das heißt, sie können soweit alles nutzen, allerdings müssen Sie Geschwindigkeiten/Steigungen manuell anpassen, wenn dass in einem Video gefordert wird.

 

Mit Zwift können Sie in einer riesigen Community oder auch alleine auf virtuellen Strecken trainieren. Die App hat Videospiel-Charakter und ist sehr ausgereift. Sie können auch an vorgegebenen Workouts oder Live-Coachings teilnehmen. Wirklich eine gute App mit einer sehr großen Community. Ähnlich wie bei Kinomap gibt es unterschiedlichen Kompatibilitäts-Stufen. Das FT700 wird leider auch nicht in der höchsten Stufe supportet, aber das werden ehrlich gesagt nur die wenigsten Laufbänder.

Lagerung

Um das Fitifito FT700 Profi Laufband platzsparender zu verstauen, können Sie einfach die Lauffläche hochklappen. Im geklappten Zustand hat das FT700 die Abmessungen von 126 x 87 x 160 cm (L x B x H). Mit dem Eigengewicht von 85 kg ist das FT700 kein Leichtgewicht, weshalb auch Transportrollen angebracht sind, mit denen sich das Laufband verschieben lässt. Es ist schon ein bisschen Krafteinsatz notwendig um das Gerät in Bewegung zu bringen, denn die Transporträder sind mit 29 mm nicht die größten.

Der Klappmechanismus der Lauffläche wird via Hydraulik auf- und abgelassen. Dadurch wird verhindert, dass die Lauffläche aus Versehen mit voller Wucht herunterfallen kann. Bei einem Haushalt mit Kindern oder Haustieren kann dies sonst schnell mal passieren. So eine Funktion mit einer langsam senkenden Lauffläche sollte eigentlich jedes Mittelklasse-Laufband heutzutage haben.

Vor- und Nachteile

Fazit zum Fitifito FT700 Profi Laufband Test

In unserem Fitifito FT700 Test machte das Laufband größtenteils einen positiven Eindruck auf uns. Die Verarbeitung ist gut, die Leistung ausreichend und die Technikausstattung ist überaus groß. Aber hier und da gibt es ein paar Kleinigkeiten, die nicht so optimal funktionieren, wie z.B. die langsame Wifi-Verbindung oder das angepasste Android-OS, dass noch nicht ganz bugfrei ist. Damit kann man aber leben und die Hauptaufgabe erfüllt das FT700 eigentlich ganz gut.

Nichtsdestotrotz gibt es auch genug Alternativen, die nicht unbedingt schlechter sind. Immer wieder erwähnenswert wäre das Sportstech F37, dass ein toller Allrounder zum fairen Preis ist. Ansonsten ist das Fitfito FT850 auch kein schlechtes Gerät, hat nur nicht so eine große Ausstattung wie das FT700. Beide Geräte sind übrigens billiger. Im oberen Preissegment können Sie sich mal das Nautilus T628 anschauen oder den HAMMER Life Runner LR22i.

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