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Das Curved Laufband im Test | Alle Infos & Modelle

Inhalt

Curved Laufbänder oder auch Lamellenlaufbänder bzw. Curved Treadmills genannt, werden immer beliebter und der Trend wächst stetig. In den Vereinigen Staaten sind „gebogene Laufbänder“ keine Seltenheit mehr und auch in deutschen Fitness-Studios sieht man hin und wieder ein Curved Laufband. Das ist guter Anlass mal alle offenen Fragen zu beantworten und kurz zu erklären wie Curved Laufbänder funktionieren, die Vor- und Nachteile gegenüber elektrischen Laufbändern aufzulisten und die besten Modelle mal vorzustellen.

Was ist ein Curved Laufband?

Ein Curved Laufband ist sozusagen ein konkav gebogenes Laufband, dass ohne Motor auskommt und alleine durch die Kraft Ihrer Muskeln angetrieben wird. Im Gegensatz zu einem elektrischen Laufband, arbeitet ein Curved Laufband effektiver und dadurch, dass mehr Muskeln aktiviert werden, erhöht sich auch der Kalorienverbrauch während des Trainings. Zudem haben Sie keine Leistungsbegrenzungen, da bei einem Curved Laufband immer gilt:

Somit können optimalerweise Sprints oder HIIT-Einheiten auf einem Curved Treadmill absolviert werden. Dadurch, dass das Curved Laufband keine Stromversorgung benötigt, ist es auch sehr umweltbewusst in der Nutzung.

Curved Laufband Lamellenlaufband

Wie trainiere ich auf einem Lamellenlaufband?

In der Regel nicht sehr viel anders als auf herkömmlichen Laufbändern. Aber besonders am Anfang fühlen sich manche Personen einige Minuten eher unausgeglichen auf einem Curved Laufband, da man gezwungen wird eine korrekte Laufhaltung einzunehmen. Mit der Laufhaltung, als auch natürlich mit der Laufgeschwindigkeit steuert man die Geschwindigkeit des Laufbands. Hört sich ein wenig kompliziert ist, ist es aber nicht, da Sie intuitiv handeln werden. In kürzester Zeit gewöhnt man sich an das gebogene Laufband.

Während des Trainings bleibt der Oberkörper sehr aufrecht und aufgrund der gebogenen Lamellenlauffläche wird ca. 30% mehr Muskelkraft benötigt und mehr Muskelgruppen werden angesprochen. Weil Sie das Tempo vorgeben und es keine Tempobegrenzungen gibt, eignet sich ein Curved Laufband perfekt für ein HIIT-Workouts oder Sprints.

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Vorteile eines Curved Laufband

  • Laufgefühl

    Das Laufgefühl auf einem Curved Laufband, fühlt sich schon sehr nahe einem Training im Freien an. Dadurch, dass das Laufband direkt auf Ihre Aktionen reagiert, haben Sie immer die volle Kontrolle und geben das Tempo vor. Auch ist das gebogene Laufband durch die konkave Form sehr gelenkfreundlich (bei den Top-Modellen) und sie fühlen sich nach einer Eingewöhnungszeit durchgehend sicher.

  • Natürliche Körperhaltung

    Die Form des gebogenen Laufbandes wirkt anfangs ein bisschen komisch und ungewohnt, aber ist sehr positiv, da Sie automatisch eine natürliche Körperhaltung einnehmen während des Laufs. Aufgrund von verkürzten Muskeln durch z.B. Büroarbeit am Schreibtisch kennen das viele nicht mehr.

  • Keine Begrenzungen

    Bei elektrischen Laufbändern müssen Sie immer darauf achten, wie stark der Motor ist. Und selbst bei Top-Modelle für den Heimgebrauch kann maximal „nur“ mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h trainiert werden. Bei einem Curved Laufband dagegen gibt es keine Begrenzungen, wodurch sich das Gerät bestens für Sprint- und HIIT-Einheiten eignet.

  • Effizienz

    Auch bei der Effizienz spielt die Form des gebogenen Laufbands eine große Rolle. Zum einen, weil für den Antrieb mehr Muskelkraft (ca. 30 %) benötigt wird, als bei elektrischen Laufbändern oder dem Training im Freien. Es werden auch mehr Muskelgruppen und Stützmuskeln angesprochen. Die beiden Punkt kombiniert ergeben auch einen höheren Kalorienverbrauch, wodurch Sie effizienter mit einem Curved Laufband trainieren können.

  • Unkomplizierte Bedienung

    Die Bedienung eines Curved Laufbands ist total unkompliziert. Sie müssen nur aufs Lamellenlaufband steigen und können direkt loslaufen. Der Computer muss nicht unbedingt genutzt werden und unnötig viele Tasten z.B. zur Steuerung der Geschwindigkeit sind nicht enthalten.

  • Energie- und Umweltfreundlich

    Da Lamellenlaufbänder keinen Motor haben, fallen auch keine Stromkosten an. Das bedeutet auch, dass die CO2-Bilanz bei Curved Laufbänder sehr positiv ausfällt. Durch fehlen des Stromkabels, können Sie das Laufband auch überall aufstellen. Für den Computer sind Batterien notwendig, aber das ist wohl eher das kleinere Übel.

  • Wartung

    Elektrische Laufbänder müssen in bestimmten Intervallen oder bei Bedarf gewartet werden. Meist muss die Laufmatte wieder zentriert ausgerichtet werden oder einfach nur geölt werden, damit die Laufmatte wieder einwandfrei funktioniert. Das ist in der Regel kein großer Akt, muss aber trotzdem erledigt werden. Bei Curved Laufbänder (Lamellenlaufbänder) ist das alles nicht notwendig. Gelegentlich mal Staub wischen ist vollkommen ausreichend.

Nachteile eines Curved Laufband

  • Automatische Trainingsprogramme

    Aufgrund dessen, dass Sie das Tempo vorgeben und nicht das Laufband sind keine automatischen Trainingsprogramme wie z.B. Intervall-Programme möglich, bei denen Ihnen Geschwindigkeiten und Steigungen vorgegeben werden.

  • Technik/Programme

    Auch technisch haben Curved Laufbänder vergleichsweise nicht so viel zu bieten und sind eher was für Minimalisten. Die Computer zeigen in der Regel nur die nötigsten Daten an und auf Trainingsprogramme, Schnittstellen, Multimedia und Co. müssen Sie oft verzichten. Das kann schnelle dafür sorgen, dass das Training langweilig werden kann. Zudem gibt es oft keine Kompatibilität zu beliebten Apps wie z.B. Kinomap. Das Xebex Curved Treadmill und andere Top-Modelle sind da eher die Ausnahmen, kosten aber auch viel. NOHrD hat für den Sprintbok eine eigene App, die Kinomap ähnelt und ebenfalls eine tolle Alternative darstellt.

  • Steigungen

    Leider haben Curved Laufbänder auch keine Steigungsfunktion. Besonders in Kombinationen mit Programmen ist das für Läufer essenziell. Wer wirklich Steigungen für das Training benötigt, die sich auf Knopfdruck bis zu 20 % verstellen lassen, sollte eher zu einem elektrischen Laufband greifen.

  • Dämpfung

    Die flexiblen Lamellen fangen bei den Top-Modellen die Laufstöße hervorragend ab und bieten eine optimale Dämpfung. Bei den günstigen Laufbändern mit einer gebogenen Lamellenfläche trifft das aber oft nicht zu. Hier haben dann sogar preislich günstigere elektrische Laufbänder die Nase vorne Das ist aber auch eine Geschmackssache, denn es gibt viele Läufer die einen zu weichen Lauf (z.B. Waldboden) nicht mögen. Andere haben Gelenkschmerzen und wünschen sich eher einen weicheren Lauf.

  • Breite der Lauffläche

    Im Vergleich mit elektrischen Laufbändern der höheren Kategorie, ist die Breite der Lauffläche bei Curved Laufbändern ein gutes Stück schmaler. Maximal sind es 45 cm in der Breite vom NOHrD Sprintbok. Bei den anderen Top-Modellen sind es sogar 2-3 cm weniger. Für viele kein Weltuntergang, aber wer besonders viel wert auf eine breite Lauffläche legt, sollte eher zu einem hochwertigen elektrischen Laufband greifen. Premium-Modelle sind sogar bis zu 60 cm breit und bieten jede Menge Laufkomfort.

  • Preis

    Curved Laufbänder sind leider richtig teuer. Vor allem gute Modelle wie der Air Runner beginnen ab 3.500 € und richten sich oft eher an Studios, Hotels und CrossFit-Hallen. Es gibt auch vereinzelt günstige Modelle ab 1.000 €, von denen wir aber eher abraten, da diese Laufbänder relativ schnell Probleme hatten und auch das Training nicht vergleichbar mit den Top-Modellen war.

Welche Curved Laufbänder sind empfehlenswert?

Hier unsere TOP 3 Modelle:

NOHrD Sprintbok

Curved Laufband 1

Maximale Belastbarkeit: 160 kg

Gewicht: 160 kg

Lauffläche: 160 x 45 cm

App: Sprintbok App

Das NOHrD hochwertige Fitnessgeräte aus Holz herstellen kann, haben Sie schon bewiesen, siehe Waterrower. Mit dem Sprintbok knüpfen sie darauf an und bieten ein Premium-Lamellenlaufband an, dessen Holzrahmen aus besten Eschenholz verarbeitet ist und sehr massiv wirkt. Dadurch wiegt das Curved Laufband auch satte 160 kg und bietet eine enorme Stabilität. Belastbar ist das Laufband ebenfalls bis zu 160 kg und überzeugt mit seiner großen Lamellenlauffläche von 160 x 45 cm. Die 62 Holzlamellen sind kugelgelagert und der schwingungsdämpfende Kautschuk sorgt für ein leises Training. Dadurch ist das Training mit dem NOHrD extrem gelenkschonend und selbst Sprints werden gut abgefedert. Alle Teile sind sehr vibrationsreduzierend und es wurden nur hochwertige Materialien verwendet, wodurch auch der hohe Preis zustande kommt.

Highlight des NOHrD Sprintbok ist das 17,3“ große Android Tablet mit der App „Sprintbok“. Mit dieser App können Sie ihre Trainingsdaten protokollieren, Videoläufe absolvieren, ähnlich wie bei Kinomap und haben stets Ihre Werte wie Puls, Pace, Kalorien, Zeit, Distanz immer im Blick. Einen kleinen Nachteil hat es aber. Für die Nutzung des Android Tablets ist eine Steckdose notwendig. Alles in allem ein tolles Curved Laufband ohne große Schwächen, außer natürlich einem hohen Preis.

Assault AirRunner

Assault Air Runner Curved

Maximale Belastbarkeit: 159 kg

Gewicht: 127 kg

Lauffläche: 155 x 43 cm

App:

Der Assault AirRunner ist wohl das bekannteste Curved Laufband in der Runde. Oft sieht man das Laufband in Fitness-Studios, Hotel, Vereinen und auf CrossFit-Videos. Mit 127 kg Eigengewicht ist das AirRunner deutlich leichter als die anderen Top-Modelle, hat aber immer noch ausreichend Stabilität. Besonders die Funktion die AirRunner Curved Laufbänder via Bluetooth miteinander zu verbinden macht das Laufband extrem attraktiv. Für den Heimgebrauch ist die Funktion allerdings nur bedingt sinnvoll.

Trotzdem zeigt sich das AirRunner mit einer tollen Verarbeitung und ist auch für seine Langlebigkeit bekannt. Das Lamellenlaufband ist sehr robust und kann bis zu 250.000 km problemlos meistern. Auch der Stahlrahmen, der pulverbeschichtet ist, wirkt enorm stabil und beständig. Die Lauffläche hat die Abmessungen von 155 x 43 cm (L x B) und eignet sich für Personen von mindestens 150 bis maximal 193 cm. Mehr ist theoretisch möglich, aber das sind die Werte, die Assault Fitness angibt.

Highlight des AirRunner Curved Laufband ist der Computer, der besonders für HIIT-Einheiten bestens geeignet ist. Das LCD-Display ist sehr groß und gut lesbar. Alle Trainingsdaten wie z.B. Puls, Distanz, Zeit, Pace, Kalorien etc. sind mit an Bord. Das AirRunner ist auch eins der wenigen Curved Treadmills, dass Trainingsprogramme enthält. Neben einigen Intervall-Programmen können Sie auch ein individuelles Training erstellen, mit Countdowns trainieren (Zeit, Kalorien, Distanz) oder sogar innerhalb eines bestimmten Pulsbereichs. Dafür müssen Sie aber einen Pulsgurt mit dem Computer via ANT+ verbinden.

Xebex Curved Treadmill

Xebex Curved Laufband

Maximale Belastbarkeit: 159 kg

Gewicht: 142 kg

Lauffläche: 150 x 43 cm

App: Zwift, Kinomap

Das Xebex Curved Threadmill ist vielleicht nicht ganz so bekannt, wie die zuvor genannten, ist aber in den letzten Monaten immer beliebter geworden. Gefertigt wird das Xebex Curved Threadmill in Taiwan und war anfangs nur für B2B Kunden bestimmt, was sich aber schnell geändert hat. Die Laufergonomie ist mit den 60 Lamellen und dem guten Grip sehr gut. Der Computer zeigt alle wichtigen Daten wie Zeit, Puls, Geschwindigkeit, Kalorien, Distanz auf dem Display an und via Smart Connect lässt sich auch optional ein Pulsgurt (Bluetooth, ANT+) verbinden. Zudem werden bekannte Apps wie Zwift oder Kinomap vom Xebex Curved Threadmill supportet. Einige Intervallfunktionen hat das Laufband ebenfalls integriert. Alles in allem eine tolle Alternative, die im technischen Bereich viel bietet, aber in den restlichen Punkten nicht ganz mit den anderen Top-Modellen mithalten kann, was aber nicht heißt, dass die Verarbeitung des Xebex schlecht wäre.

Für wen ist ein Curved Laufband sinnvoll?

In erster Linie ist ein gutes Curved Laufband eigentlich für fast jeden sinnvoll. Ein Curved Laufband eignet sich zum langsamen Gehen, Walken, Joggen oder auch Sprinten, was mit viele elektrischen Laufbändern nicht möglich ist durch die Leistungsbegrenzung in der Höchstgeschwindigkeit. Aber ganz besonders für Profis und sehr ambitionierte Läufer ist ein Curved Laufband oft die beste Wahl, um auch wirklich an die Grenzen zu gehen.

Leider sind Curved Laufbänder auch ziemlich teuer. Die günstigsten Modelle beginnen bei über 1.000 €, sind aber nicht wirklich empfehlenswert. Wirklich gute Modelle wie der Assualt Air Runner oder das NoHRD Sprintbok beginnen ab ca. 3.500 € und gehen hoch bis 7.000 €. Nur die wenigsten sind bereit so eine hohe Summe auszugeben, vor allem wenn das Lauftraining nicht eine sehr hohe Priorität im Leben spielt.

Auch für umweltbewusste Läufer sind Curved Laufbänder oftmals interessant, da keine Stromversorgung notwendig ist. Einige Modelle wie z.B. das NoHRD Sprintbok sind auch als nachhaltigen Materialien wie Holz gefertigt, was für viele ebenfalls wichtig ist. Aber auch Personen, die keinen großen Wert auf Technik legen und unkompliziert trainieren möchten, sind bei einem Curved Laufband bestens aufgehoben, da einfach drauflosgelaufen werden kann. Der Computer muss nicht unbedingt genutzt werden.

Fazit - Curved Laufband

Curved Laufbänder sind tolle Geräte, aber in der Anschaffung noch extrem teuer. Gegenüber elektrischen Laufbändern bieten die Lamellenlaufbänder einige Vorteile und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob eine Anschaffung sinnvoll ist. Da Curved Laufbänder auch einige Nachteile mit sich bringen, viel kosten und sich eher an Minimalisten richten ist die Zielgruppe stark eingegrenzt.

Deswegen greifen die meisten Läufer derzeit auch noch zu elektrischen Laufbändern. Die Auswahl ist viel größer, die Technikfunktionen umfangreicher und natürlich sind die Geräte deutlich günstiger.

Möchten Sie nur z.B. nur Gehen oder sich während der Schreibtischarbeit bewegen, ist vielleicht ein Walking Pad für unter den Schreibtisch sinnvoll.  Ansonsten finden Sie unzählige Test- und Produktvorstellungen zu elektrischen Laufbändern auf unserer Webseite.