Das richtige Laufband Zubehör entscheidet im Alltag über drei Dinge: wie motiviert du trainierst, wie leise dein Gerät bleibt und wie lange es hält. Wer in ein Laufband für mehrere hundert Euro investiert, sollte die 20-50 Euro für Matte, Öl und einen ordentlichen Pulsgurt nicht sparen – die Folgekosten eines Band-Tauschs liegen schnell im dreistelligen Bereich.
Eine Übersicht passender Geräte findest du in unserem großen Laufband-Test, wo wir auch die Wartungs-Anforderungen jedes Modells erwähnen.
Trainings-Zubehör: Was holt mehr aus deinen Einheiten raus?
Vier Zubehörteile machen aus einem soliden Laufband ein motivierendes Trainingsgerät: Pulsgurt, Tablet-Halterung, Laufbandmatte und Schweißtuch mit Getränkehalter. Alle vier sind günstig, keines davon ist überlebenswichtig – aber jedes löst ein konkretes Alltagsproblem.
Pulsgurt & Herzfrequenzmesser
Ein Pulsgurt ist das wichtigste Trainings-Zubehör, wenn dein Laufband keine verlässliche optische Pulsmessung bietet. Mit verlässlichen Herzfrequenz-Daten trainierst du in der richtigen Trainingszone und holst das Maximum aus jeder Einheit heraus, ohne dich zu überanstrengen. Die günstigsten Modelle ab 30 Euro liefern auf Brustgurt-Niveau präzise Werte und verbinden sich per Bluetooth oder ANT+ direkt mit dem Laufband-Display oder einer App.
Alternativ funktioniert eine Smartwatch oder ein optisches Armband am Oberarm – beide messen am Blutfluss unter der Haut statt am elektrischen Signal. Für Schrittmacher-Patienten und alle, die einen Brustgurt unangenehm finden, ist das die bessere Wahl.
Tablet- oder Smartphone-Halterung
Langstreckenläufe auf dem Laufband sind mental fordernd – ohne Ablenkung wird die 40-Minuten-Einheit gefühlt doppelt so lang. Eine stabile Tablet-Halterung bringt dir Filme, Podcasts und Trainings-Apps wie Zwift oder Kinomap direkt vor die Augen. Wichtig:
Die meisten modernen Laufbänder aus unserem Laufband-Test haben bereits eine solche Halterung ab Werk verbaut – prüfe zuerst dein Gerät, bevor du zusätzlich investierst.
Laufbandmatte
Eine Laufbandmatte unter dem Gerät erfüllt drei Zwecke gleichzeitig: Sie schützt den Boden vor Kratzern, reduziert Vibrationen spürbar und dämpft das Laufgeräusch um mehrere Dezibel. Besonders in Mietwohnungen ist sie die günstigste Maßnahme, um Streit mit den Nachbarn zu vermeiden. Achte auf eine Matte, die mindestens 20 cm breiter als dein Laufband ist – sonst wandert das Gerät bei Sprints heraus und der Schallschutz wird untergraben.
Schweißtuch und Getränkehalter
Intensives Training bedeutet intensives Schwitzen. Ein griffbereites Schweißtuch am Lenker verhindert, dass Schweiß auf die Konsole tropft (einer der häufigsten Defekt-Gründe bei Billig-Laufbändern). Ein Getränkehalter stellt sicher, dass du hydriert bleibst – und das ist bei Einheiten über 45 Minuten keine Frage der Bequemlichkeit, sondern der Leistungsfähigkeit. Alle 15 Minuten ein paar Schlucke Wasser halten Puls und Konzentration stabil.
Wartung und Ersatzteile: So hält dein Laufband länger
Drei Wartungs-Kategorien entscheiden über die Lebensdauer: Laufband-Gurt als Verschleißteil, Reinigung gegen Staub im Motorraum und Schmiermittel gegen Reibung. Ein sauber gepflegtes Laufband läuft problemlos fünf bis zehn Jahre, ein vernachlässigtes oft schon nach zwei.
| Wartungsarbeit | Intervall | Zeitaufwand | Warum wichtig |
|---|---|---|---|
| Motorraum reinigen | alle 4 Wochen | 5 Min | Staub im Motor = schnellerer Verschleiß |
| Band schmieren | alle 3 Monate | 10 Min | weniger Reibung, leiserer Lauf |
| Schrauben nachziehen | alle 3 Monate | 5 Min | stabile Rahmenverbindungen |
| Band auf Risse prüfen | alle 6 Monate | 2 Min | rechtzeitiger Austausch |
| Ersatzband wechseln | bei Bedarf (Risse) | 45 Min | neues Laufgefühl |
Laufband-Gurt
Der Gurt ist das Herzstück des Laufbands und unterliegt ständigem Verschleiß. Anzeichen für einen fälligen Wechsel sind Risse, Unebenheiten oder ein ungewöhnliches Laufgeräusch unter dem Band.

Beim Kauf eines Ersatz-Gurts achtest du nicht nur auf die richtigen Maße, sondern auch auf die Qualität der Lauf-Oberfläche – die entscheidet über die Dämpfung und das sichere Laufgefühl. Ein Original-Ersatzband vom Hersteller ist fast immer die bessere Wahl als ein billiger Nachbau, weil die Stärke und Struktur auf den Motor und das Laufdeck abgestimmt sind.
Reinigungssets
Ein sauberes Laufband sieht nicht nur besser aus, es lebt auch länger. Schweiß, Staub und Hautpartikel sammeln sich mit der Zeit im Motorraum und können die Elektronik korrodieren lassen. Spezielle Reinigungssets enthalten weiche Tücher, Druckluftspray für den Motorraum und Reiniger für die Bandoberfläche.
Der wichtigste Schritt: einmal pro Monat den Motorraum vorsichtig vom Staub befreien – reicht oft schon mit einem trockenen Tuch und Druckluft, keine Feuchtreinigung in Motornähe.
Schmiermittel
Ein gut geschmiertes Laufband ist leiser, läuft geschmeidiger und verschleißt deutlich langsamer. Das Schmiermittel – meist ein Silikonöl – reduziert die Reibung zwischen Gurt und Laufdeck und verlängert die Lebensdauer beider Komponenten. Die Anwendung ist einfach: Band anheben, Öl in S-Form auf das Laufdeck auftragen, kurz laufen lassen, damit es sich verteilt.
Das Intervall richtet sich nach deinem Pensum: Wer drei- bis viermal pro Woche läuft, schmiert alle drei Monate; wer täglich trainiert, eher alle sechs Wochen. Nicht alle Silikonöle sind für Laufbänder geeignet – nutze nur vom Hersteller freigegebene Sorten.
Sicherheit und Komfort: Kleine Teile, große Wirkung
Drei günstige Zubehör-Teile erhöhen Sicherheit und Komfort beim Laufband Training erheblich: Sicherheitsschlüssel, Anti-Rutsch-Socken und multifunktionale Abdeckung. Keines davon kostet mehr als 30 Euro, alle drei lösen konkrete Alltagsprobleme.
Laufband-Sicherheitsschlüssel
Der Sicherheitsschlüssel ist das unterschätzteste Zubehör am Laufband. Er wird am Gerät und an deiner Kleidung befestigt – stolperst du oder verlierst das Gleichgewicht, zieht der Schlüssel automatisch heraus und das Band stoppt sofort. Bei den meisten Laufbändern ist er bereits im Lieferumfang enthalten, aber viele Nutzer nehmen ihn nie aus der Verpackung.
Das ist ein Fehler: Die zwei Sekunden Clip-anbringen am Anfang jeder Einheit können dich vor einer echten Verletzung schützen.
Anti-Rutsch-Socken
Nicht jeder mag es, auf dem Laufband in Laufschuhen zu trainieren. Anti-Rutsch-Socken mit Noppen-Unterseite bieten eine sichere Alternative – du hast das natürliche Barfuß-Gefühl und rutschst trotzdem nicht auf der Lauffläche.
Besonders für Walking-Pads in der Wohnung und für Einheiten mit geringer Geschwindigkeit sind sie eine gute Lösung. Bei intensivem Laufen empfehlen wir trotzdem Laufschuhe – die Dämpfung ist nicht ersetzbar.
Multifunktionale Abdeckung
Wenn du dein Laufband nicht täglich nutzt, lohnt sich eine Abdeckung. Sie schützt vor Staub, Kratzern und Feuchtigkeit – besonders in Haushalten mit Kindern oder Haustieren. Manche Abdeckungen haben zusätzliche Taschen für Pulsgurt, Fernbedienung oder Schmiermittel.
Das klingt nach Luxus, verhindert aber, dass du die Pflege vergisst: Alles liegt griffbereit am Gerät, die Wartung wird zur Fünf-Minuten-Routine statt zur Suche nach Schmierstoff im Keller.
Worauf es beim Laufband Zubehör wirklich ankommt
Das wichtigste Laufband Zubehör ist nicht das teuerste – Matte, Schmiermittel und Sicherheitsschlüssel zusammen kosten unter 60 Euro und verdoppeln die Lebensdauer eines Laufbands. Pulsgurt und Tablet-Halterung sind optional, Ersatzteile wie Gurt und Reinigungsset zahlen sich erst nach Monaten aus.
Die vier Regeln zum Mitnehmen:
- Pflicht-Zubehör zuerst: Laufbandmatte, Schmieröl, Sicherheitsschlüssel
- Wartung im Kalender: Schmierung alle 3 Monate, Motorraum monatlich säubern
- Kein Billig-Gurt: Bei Ersatzteilen auf Originalteile oder hochwertige Nachbauten setzen
- Pulsgurt nur wenn nötig: Moderne Laufbänder und Smartwatches machen Brustgurte oft überflüssig
Wer sein Training strukturieren will, findet in unserem Ratgeber zum Laufband-Training passende Pläne für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis. Und wenn du erst jetzt überlegst, welches Laufband überhaupt zu dir passt, hilft dir die Laufband-Bestenliste weiter – dort findest du auch die Modelle mit der besten Wartungsfreundlichkeit und dem leisesten Motor.














