
Warum SportPlus im Heimtrainer-Test überraschend gut abschneidet
Wir haben im SportPlus Ergometer Test vier Modelle gegen deutlich teurere Konkurrenz aus unserem großen Ergometer- und Heimtrainer-Test antreten lassen.
Das Ergebnis überrascht: Die Hamburger Marke hält in der Basisklasse mit und bietet dabei App-Features, die sonst erst ab 500 € Standard sind. Wenn du einen Heimtrainer unter 300 € suchst, der mehr kann als nur Widerstand simulieren, bist du hier richtig.
Top 4 SportPlus Heimtrainer im direkten Vergleich
Vier Modelle, vier unterschiedliche Charaktere — hier siehst du auf einen Blick, welches SportPlus-Gerät zu welchem Trainingsprofil passt. Alle vier laufen mit Riemenantrieb und sind damit flüsterleise genug für die Wohnung.
Platz 1 SportPlus SP-HT-9600-iE
SportPlus Testsieger mit hohem Rundlauf
Typ
Ergometer
Kategorie
Basisklasse
150 kg
Wattbasiert
App-Support
- Extrem leiser Betrieb mit 40–45 dB
- 17 kg Schwungmasse für sauberen Rundlauf
- Wattgesteuert bis 260 W plus HRC-Programme
- Belastbar bis 150 kg
- Für Profisportler mit 260 W zu schwach
- Lenker nicht höhenverstellbar
- Brustgurt-Puls nur über App
Der SportPlus SP-HT-9600-iE ist der beste SportPlus Ergometer im Test — er kombiniert als einziges Modell unter 300 € eine 17 kg Schwungmasse, wattgesteuertes Training bis 260 W und volle Kinomap-Kompatibilität bei 76 von 100 Punkten.
Im Alltag merkst du den Unterschied zwischen 10 und 17 kg Schwungmasse sofort: Der Tritt läuft runder, kleine Drehzahl-Schwankungen verschwinden und die Knie danken dir nach langen Einheiten.
Die Magnetbremse reagiert präzise auf jede Watt-Vorgabe und hält die Belastung stabil, auch wenn du zwischendurch die Trittfrequenz wechselst. Die einzige echte Einschränkung: Ab 90 Prozent der Maximalleistung wird die Luft dünn, wer mehr will, muss sich in unserem Profi-Ergometer-Vergleich umsehen.
Platz 2 SportPlus SP-HT-9910-B-iE
Günstiger Einsteiger mit Watt-Anzeige
Typ
Ergometer
Kategorie
Basisklasse
120 kg
Wattbasiert
App-Support
- Magnetbremse mit nur 35–45 dB Geräuschkulisse
- Voll verstellbarer, ergonomischer Sattel
- 21 Programme inklusive Wattmodus
- Vollständige Display-Anzeige aller Werte
- Nur 200 W Widerstand — wenig für den Preis
- Lenkerhöhe fix
- Q-Faktor von 23 cm ist breit
Der SP-HT-9910-B-iE ist das optisch ansprechendste Modell im Test und holt mit 75 von 100 Punkten den zweiten Platz — vor allem dank 21 Trainingsprogrammen inklusive Wattmodus und einem horizontal wie vertikal verstellbaren Sattel.
Mit rund 470 € liegt das 9910-B-iE in einem Preisbereich, in dem er sich bereits mit stärkeren Ergometern bis 500 € messen muss — und hier zeigt sich die Krux: Die Ausstattung ist gut, das Display vollständig, aber 200 W Maximalleistung bleiben hinter der Konkurrenz in dieser Klasse zurück.
Für Gelegenheitstrainer, die Wert auf ein modernes Aussehen und umfangreiche Programme legen, ist er trotzdem eine ehrliche Empfehlung. Wer härter trainiert, fährt mit dem SP-HT-9600-iE für weniger Geld besser.
Platz 3 SportPlus SP-SRP-2100-iE
Indoor Bike mit 13 kg Schwungrad
Typ
Indoor Bike
Kategorie
Basisklasse
150 kg
Wattbasiert
App-Support
- Flexible Verstellbarkeit an Sattel und Lenker
- 13 kg Schwungmasse für gleichmäßigen Lauf
- Kinomap-fähig in der Smart-Version
- Pedale gegen Standard-Klickpedale tauschbar
- Filzbremse lauter als Magnetbremsen
- Lenker wackelt bei hartem Wiegetritt
- Keine Watt-Anzeige, keine Programme
Der SP-SRP-2100-iE ist das günstigste Indoor Bike im SportPlus-Lineup und holt mit 72 von 100 Punkten einen soliden dritten Platz — er richtet sich an alle, die Spinning-Feeling statt Watt-Präzision suchen und dafür keine 400 € ausgeben wollen.
Im Speedracer-Segment zählt nicht die Millimeter-genaue Belastungssteuerung, sondern das Gefühl: In die Pedale treten, Musik laut, Kinomap an — und durchs Hochgebirge radeln. Genau das liefert der 2100-iE zuverlässig.
Die Reibbremse ist der Preis für den günstigen Einstieg und verlangt nach ein paar Trainingsmonaten eine kurze Wartung. Wer nur gelegentlich trainiert und den Preistipp aus dem Segment Heimtrainer bis 200 € sucht, fährt hier richtig.
Platz 4 SportPlus SP-HT-9510-iE
Kompakte Basis-Option mit Kinomap
Typ
Heimtrainer
Kategorie
Basisklasse
120 kg
Wattbasiert
App-Support
- 24 computergesteuerte Widerstandsstufen
- Integrierte Tablethalterung verdeckt Display nicht
- Kompakte Maße und Transportrollen
- Kinomap-Anbindung via Bluetooth
- Keine präzise Watt-Steuerung (Klasse HC)
- Rundlauf nicht ganz optimal bei hohen Drehzahlen
- Q-Faktor von 24 cm
Der SP-HT-9510-iE erreicht 71 von 100 Punkten und ist die unkomplizierte Wahl für alle, die einen wartungsfreien Heimtrainer mit App-Anbindung unter 200 € suchen — klein, leise, ohne Schnickschnack.
Mit 9 kg Schwungmasse spielt der 9510-iE in der Einstiegsklasse mit und liefert genau das, was Feierabend-Sportler erwarten: einsteigen, lostreten, 30 Minuten Serie auf dem Tablet schauen. Die 24 Stufen reichen für Intervalltraining ohne Präzisionsanspruch.
Wer konkrete Watt-Werte will, greift eine Stufe höher zum 9600-iE — wer einfach nur in Bewegung kommen will, findet hier einen verlässlichen Partner zum kleinsten Preis im Test.
Warum SportPlus seit 20 Jahren in deutschen Wohnzimmern steht
SportPlus sticht im überschwemmten Fitnessmarkt heraus, weil drei Faktoren zusammenkommen: eine Hamburger Zentrale mit verfügbarem Ersatzteil-Support, App-Kompatibilität in allen Preisklassen und Riemenantriebe, die wirklich leise sind. Das Unternehmen arbeitet seit über zwei Jahrzehnten im Segment Heimfitness und hat sich dort einen Ruf aufgebaut, den viele Amazon-Marken nicht haben.
Der stärkste Hebel ist die Digitalisierung. SportPlus war einer der ersten Anbieter im Einsteiger-Segment, der konsequent auf Bluetooth-Anbindung gesetzt hat. Fast alle aktuellen Modelle — selbst die klappbaren X-Bikes unter 200 € — koppeln sich mit einer Fitness-App oder direkt mit Kinomap. Dass du für unter 200 € virtuell durch Paris radeln kannst, ist in dieser Preisklasse ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Der zweite Pluspunkt zeigt sich erst nach dem Kauf: Wenn beim Aufbau eine Schraube fehlt oder nach zwei Jahren der Riemen quietscht, landest du nicht in einem Callcenter in Übersee.
Der Support sitzt in Deutschland, Ersatzteile sind lange verfügbar und die Bedienungsanleitungen sind in verständlichem Deutsch verfasst.
Genau diese Kombination aus smarter Technik und deutschem Service erklärt, warum die Marke im harten Ergometer-Test unter 30 Modellen immer wieder auftaucht.
Welcher SportPlus passt zu dir? Heimtrainer, Ergometer, Indoor Bike
Die SportPlus-Welt teilt sich in drei Bauformen auf: klappbare Heimtrainer (X-Bikes), stationäre Ergometer (HT-Serie) und Speedbikes (SRP-Serie) — und jede davon löst ein komplett anderes Trainingsproblem. Die Entscheidung hängt weniger vom Budget ab als von Platz, Trainingsziel und Körpergröße.

Heimtrainer vs. Ergometer — wo liegt der technische Unterschied?
Der Unterschied zwischen Heimtrainer und Ergometer ist kein Marketing, sondern Physik. Ein klassischer Heimtrainer arbeitet mit einem Drehrad und 8 manuellen Stufen ohne Watt-Anzeige, während ein echtes Ergometer wie die SP-HT-9xxx-Serie eine elektronisch geregelte Magnet- oder Induktionsbremse nutzt:

Du stellst am Display 100 Watt ein, das Gerät hält diese Belastung automatisch konstant — egal ob du mit 60 oder 90 Umdrehungen pro Minute trittst. Genau das macht den Unterschied bei gesundheitsorientiertem Training nach Arztvorgabe oder wenn du reproduzierbare Fortschritte sehen willst.
Die klappbaren X-Bikes — perfekt für kleine Mietwohnungen
Die klappbaren SportPlus Heimtrainer sind die Bestseller der Marke und basieren alle auf demselben X-Frame-Prinzip: Nach dem Training ziehst du einen Sicherungsbolzen, klappst die Beine zusammen und das Rad braucht kaum mehr Platz als ein Staubsauger. Ideal, um es hinter einer Tür oder im Kleiderschrank zu verstauen.

Innerhalb der Serie entscheidet die Ausstattung über den Preis. Die Basis-Version hat einen normalen Sattel und reicht für kurze Einheiten. Viele Modelle bieten zusätzlich eine breite Rückenlehne, die den unteren Rücken entlastet — perfekt, wenn du nebenbei lesen oder auf dem Tablet eine Serie schauen willst.
Varianten mit seitlichen Griffen erleichtern Senioren das Auf- und Absteigen, und die neueren „i-Modelle“ (etwa SP-HT-1004-iE) senden Trainingsdaten per Bluetooth ans Tablet.

Ein klappbarer SportPlus ist perfekt, wenn du maximal 30–45 Minuten am Stück trainierst, in einer kleinen Wohnung lebst und dein Budget unter 200 € liegt. Er ist nicht geeignet, wenn du größer als 1,85 m bist (die Beine lassen sich dann oft nicht durchstrecken), wenn du HIIT-Training machen willst (Stehen auf X-Bikes ist wegen der Stabilität tabu) oder wenn du mehr als 100 kg wiegst.
Die Speedracer-Serie — wenn es sportlicher werden darf
Neben den gemütlichen Heimtrainern gibt es mit der Speedracer-Reihe eine Gerätelinie für alle, die sich richtig auspowern wollen. Der Unterschied zum Ergometer liegt in der Sitzposition und dem Lenker: Du sitzt nicht aufrecht wie auf einem Hollandrad, sondern gebeugt wie auf einem Rennrad, der Lenker erlaubt verschiedene Griffpositionen und auch den Wiegetritt.
Hier steht das Schwitzen im Vordergrund, nicht die Präzision. Die Schwungmasse ist oft höher als bei den klassischen Heimtrainern, der Lauf wirkt satter bei hohen Trittfrequenzen. Achtung: Diese Geräte haben meist keinen Freilauf (die Pedale drehen mit) oder eine manuelle Filz- bzw. Magnetbremse ohne Watt-Steuerung.
Es sind Spaß-Maschinen für die Kalorienverbrennung, keine Präzisionsinstrumente. Wer sich bei lauter Musik und Kinomap-Videos auspowern will, ist hier richtig — ein direkter Vergleich mit anderen Marken findet sich in unserem Indoor-Bike- und Smart-Bike-Vergleich.
SportPlus Erfahrungen aus Foren und Langzeit-Nutzern
Wir haben uns nicht nur die Datenblätter angesehen, sondern hunderte echte SportPlus Erfahrungen aus Foren und Kundenbewertungen ausgewertet — und ein überraschend konsistentes Stimmungsbild gefunden.

Gelobt wird fast einhellig die Lautstärke zwischen 35 und 45 dB: Man kann im selben Raum trainieren, in dem jemand anderes fernsieht oder schläft. Der Aufbau wird ebenfalls durchweg positiv kommentiert — die Anleitungen sind gut bebildert, Werkzeug liegt bei, und auch Laien schaffen die Montage in 30 bis 45 Minuten. Besonders die Kopplung mit Kinomap taucht in vielen Berichten als echter Motivations-Booster auf.
Drei Kritikpunkte ziehen sich durch die Erfahrungsberichte:
- Die Sättel sind vielen zu hart oder zu breit. Da SportPlus eigene Befestigungssysteme nutzt, lässt sich ein Fahrradsattel nicht immer einfach tauschen (bei den Ergometern geht es meist, bei den klappbaren X-Bikes ist es schwieriger). Ein Gel-Überzug löst das Problem in den meisten Fällen.
- Der breite Q-Faktor bei den klappbaren Modellen: Weil die Technik in einem breiten Kasten sitzt, stehen die Pedale weiter auseinander. Bei empfindlichen Knien oder langen Einheiten kann das unangenehm werden.
- Der Widerstand reicht für Reha-Sport und Fettverbrennung locker, stößt aber bei gut trainierten Radfahrern an die Decke. „Stufe 24 ist mir noch zu leicht“ ist ein Satz, den man in Foren regelmäßig liest — und der zeigt, dass SportPlus klar im Einsteiger- und Hobby-Segment positioniert ist.
Lohnt sich ein SportPlus Heimtrainer? Unser Fazit zum Test
Ja — für 90 Prozent aller Hobby-Sportler ist SportPlus die vernünftigste Wahl im Einsteiger-Segment, weil kein anderer Anbieter diese Kombination aus niedrigem Preis, leisem Betrieb und App-Anbindung in der Basisklasse liefert. Der SP-HT-9600-iE ist mit 76 von 100 Punkten unser klarer Testsieger und überzeugt durch 17 kg Schwungmasse, saubere Watt-Steuerung und den mit Abstand besten Rundlauf im Lineup — und das für rund 280 €.

Wer wenig Platz hat, greift zu den klappbaren S-Bikes: Sie sind die ungeschlagenen Könige der kleinen Mietwohnung und bieten trotzdem Kinomap-Anschluss. Wer komfortabel und gelenkschonend trainieren will, wählt ein stationäres Ergometer der HT-Serie mit echter Wattsteuerung. Und wer das Rennrad-Feeling sucht, steigt auf einen Speedracer — die Details dazu findest du im Indoor-Bike-Vergleich.
Wo SportPlus an seine Grenzen kommt, ist das Profi-Segment: 260 Watt Maximalleistung reichen nicht für austrainierte Radfahrer, die ernsthaft Leistungsdiagnostik betreiben wollen. Wer dorthin will, sollte sich in unserem Profi-Ergometer-Vergleich umsehen oder einen Blick in die Mittelklasse bis 500 € werfen. Für alle anderen — und das sind die meisten — ist SportPlus schlicht die ehrlichste Einstiegsempfehlung auf dem deutschen Markt.









