Wer größer oder schwerer ist als der Durchschnitt, kennt das Problem im Fitness-Studio oder beim Gerätekauf nur zu gut: „One Size Fits All“ ist eine Lüge. Standard-Heimtrainer sind oft für Menschen bis 1,85 m und maximal 110 kg konzipiert. Wenn du darüber liegst, wird das Training schnell zur Qual: Die Knie stoßen an den Lenker, die Beine lassen sich nicht durchstrecken und bei jedem kräftigen Tritt ächzt der Rahmen bedrohlich.

In unserem großen Ergometer und Heimtrainer Vergleich zeigen wir dir, welche Modelle für XXL-Nutzer wirklich standsicher sind.
Wer auf einem zu kleinen Gerät trainiert, riskiert Knorpelschäden im Knie und Bandscheibenprobleme durch einen runden Rücken.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, worauf du achten musst, wenn du nicht ins Standard-Raster fällst. Wir präsentieren Modelle mit XXL-Rahmengeometrie, verstärkten Lagern und einer Belastbarkeit, die dir auch bei intensivem Training ein sicheres Gefühl gibt.
TOP 11 Modelle für große und schwere Nutzer im Überblick
Wir haben den Markt sondiert und Geräte gefiltert, die echte „Schwerlast-Helden“ sind. Das sind die besten Ergometer und Heimtrainer für große und schwere Personen aus unserem Vergleich
Platz 1 Sportstech sBike
Premium-Cockpit, hohe Stabilität
Typ
Indoor Bike
Kategorie
Oberklasse
150 kg
Wattbasiert
App-Support
- Großes, hochauflösendes und 360° drehbares 21.5″ Full HD Touchscreen Display.
- Ausgezeichnete, studioähnliche Verarbeitung mit 150 kg max. Belastbarkeit.
- Hervorragender, runder Tritt durch das 16,5 kg Schwungrad und den Riemenantrieb.
- Gelenkschonender, schmaler Q-Faktor von 171 mm.
- Umfangreiches Smart-Feature-Set (AI-Coach, Auto-Adjust Widerstand).
- Kombi-Pedale (Korb & Klick-SPD) und umfassende Einstellmöglichkeiten.
- Abhängigkeit von der Sportstech Live App (monatliche Kosten für vollen Funktionsumfang).
- Derzeit keine Kompatibilität mit Zwift oder Kinomap.
- Die eingebauten Lautsprecher sind etwas zu leise.
Das Sportstech sBike ist ein Premium-Indoor Bike, das hohe Stabilität (150 kg Belastbarkeit) und eine exzellente Ergonomie (bis 200 cm) bietet. Der Riemenantrieb mit 16,5 kg Schwungmasse sorgt für einen perfekten, leisen Rundlauf. Herzstück ist das 21.5-Zoll-Touchdisplay, das ein immersives Training ermöglicht. Obwohl die Watt-Leistung bis 400 W reicht, ist das Bike an das Sportstech-Ökosystem gebunden, was die App-Flexibilität einschränkt. Es ist eine langlebige und technisch führende Wahl für anspruchsvolle Heimanwender.
Tipp: Wenn du nach maximaler Robustheit suchst, solltest du dir unsere Auswahl für hochwertige Profi Ergometer im Test ansehen
Platz 2 Domyos Training Bike 900
Premium-Cockpit, hohe Stabilität
Typ
Indoor Bike
Kategorie
Mittelklasse
150 kg
Wattbasiert
App-Support
- Leistungsstarker, präziser Magnetwiderstand bis beeindruckende 1000 Watt.
- Volle FTMS-Kompatibilität inklusive automatischer Bremssteuerung (Zwift, Kinomap).
- Hohe Stabilität, Belastbarkeit bis 150 kg.
- Sehr gute Garantie (5 Jahre) und 10 Jahre Ersatzteilverfügbarkeit.
- Ergonomischer Q-Faktor von 18 cm.
- 360° drehbare Konsole und induktives Smartphone-Laden.
- Lenker nur in der Höhe verstellbar, nicht in der Tiefe.
- Keine integrierten Programme auf der Konsole selbst.
- Mindestkörpergröße 160 cm, kleinere Personen ausgeschlossen.
Das Domyos Training Bike 900 ist ein Kraftpaket, das eine beeindruckende Spitzenleistung von 1000 Watt und eine hohe Belastbarkeit von 150 kg bietet. Dank der computergesteuerten Magnetbremse und FTMS-Konnektivität ist es ideal für strukturierte, App-gesteuerte Trainingseinheiten und virtuelles Radfahren. Der leise Riemenantrieb und das 13 kg Schwungrad gewährleisten einen flüssigen Rundlauf.
Das Gerät ist aufgrund seiner stabilen Bauweise und der Leistung eine hervorragende Empfehlung für ein Ergometer für Übergewichtige und gehört zu unseren Empfehlungen bei der Ergometer bis 150 kg Belastbarkeit.
Platz 3 Skandika Cykling P14
HD-Touch Display, 205 cm geeignet
Typ
Ergometer
Kategorie
Oberklasse
150 kg
Wattbasiert
App-Support
- HD Touch-Display und Multimedia Apps (Netflix, YouTube).
- Sehr hohe Stabilität und Belastbarkeit bis 150 kg.
- Leiser und wartungsarmer Betrieb dank Magnetbremse und Riemenantrieb.
- Hohe Einstellbarkeit für Körpergrößen von 150 bis 205 cm.
- Watt-gesteuertes Training mit 32 Widerstandsstufen möglich.
- Tiefer Einstieg für einfaches Auf- und Absteigen.
- Breiter Q-Faktor von 24 cm, der für sehr schmale Nutzer unnatürlich wirken kann.
- Displayposition für Personen unter 165 cm suboptimal.
- Die Watt-Regelung ist bei Trittfrequenzwechseln sehr aggressiv.
Das Skandika Cykling P14 ist ein robustes Allround-Ergometer. Es bietet Watt-gesteuertes Training bis 350 Watt, eine hohe Belastbarkeit von 150 kg und einen großen Einstellbereich bis 205 cm. Die 14 kg Schwungmasse und der Magnetantrieb sorgen für leisen Betrieb. Das HD-Touch-Display und die Kinomap-Konnektivität sind klare Vorteile. Abstriche gibt es lediglich für den breiten Q-Faktor und die aggressive Watt-Nachregelung. Dieses Modell ist eine ausgezeichnete Lösung für das Training in der Familie.
Platz 4 Schwinn Fitness 700IC
Puristisches Fahrgefühl, niedriger Q-Faktor
Typ
Indoor Bike
Kategorie
Mittelklasse
135 kg
Wattbasiert
App-Support
- Sehr robuste Bauweise, hohe Stabilität (Belastbarkeit 135 kg).
- Gelenkschonender Q-Faktor von 16 cm.
- 18 kg perimetrische Schwungmasse für ruhigen Rundlauf.
- Wartungsarmer Riemenantrieb.
- Sattel und Lenker horizontal und vertikal verstellbar (bis 200 cm).
- Kombi-Pedale (SPD-Klick und Riemen).
- Reibbremse mit Verschleiß und höherer Lautstärke.
- Keine Konnektivität, kein App-Support (Bluetooth/ANT+/FTMS fehlen).
- Kein Wattmodus und keine Programme.
Das Schwinn 700IC ist ein analoges Indoor Bike, das sich durch seinen extrem gelenkschonenden Q-Faktor von 16 cm auszeichnet. Die robuste Konstruktion ist für Nutzer bis 200 cm geeignet und trägt 135 kg. Die 18 kg Schwungmasse sorgt für einen hervorragenden Rundlauf. Die größte Schwachstelle ist die Reibbremse (laut, verschleißanfällig) und das vollständige Fehlen jeglicher Smart-Funktionen. Es ist der ideale, puristische Trainingspartner für ambitionierte Radfahrer, die Wert auf die Hardware und die Ergonomie legen.
Platz 5 Finnlo Ergometer Exum
Induktionsbremse, hohe Präzision
Typ
Ergometer
Kategorie
Mittelklasse
150 kg
Wattbasiert
App-Support
- Sehr leiser Betrieb in der Wohnung dank Induktionsbremse.
- Präzise Watt-Steuerung (25 W bis 400 W) und Klassifizierung als Klasse HA.
- Hervorragendes, rundes Fahrgefühl ohne spürbare tote Punkte.
- Hohe Max. Belastbarkeit von 150 kg.
- Umfangreiche Programme (18 Fitness- und 4 HRC-Programme).
- Kein App-Support für interaktive Apps wie Zwift/Kinomap.
- Lenker ist nicht höhenverstellbar (nur Neigung).
- Leichte Wackler und Instabilität bei intensiver Belastung.
Das Exum ist ein präzises HA-Klasse-Ergometer, das eine Induktionsbremse zur exakten Watt-Steuerung (bis 400 W) nutzt. Die Induktionsbremse sorgt für einen nahezu geräuschlosen Betrieb und ein hervorragendes Tretgefühl. Die Belastbarkeit beträgt robuste 150 kg. Trotz der Eignung für Nutzer bis 200 cm ist die fehlende App-Konnektivität ein großer Nachteil. Es ist ein hochwertiges Fitnessgerät für Puristen, die eine präzise Watt-Steuerung für ihr Training suchen.
Tipp: Für ambitionierte Fahrer lohnt sich in dieser Preisklasse auch ein Blick auf die besten Ergometer bis 1000 Euro im Vergleich.
Platz 6 Skandika Ergometer Vinneren
Guter Kompromiss, 200 cm geeignet
Typ
Ergometer
Kategorie
Mittelklasse
130 kg
Wattbasiert
App-Support
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Wattgesteuert (konstanter Modus vorhanden) und App-Support (Kinomap).
- Exzellente Einstellbarkeit für Größen 150 – 200 cm.
- Sehr leise dank Riemenantrieb/Magnetbremse.
- Hohe max. Belastbarkeit von 130 kg.
- Ergonomische und flexible Satteleinstellungen.
- Maximale Leistung von 250 W ist gering.
- Wattanzeige ist ungenau (zeigt zu hohe Werte).
- Lenkerhöhe nicht verstellbar (nur Neigung).
Der Vinneren ist ein voll ausgestattetes Mittelklasse-Ergometer, das mit Kinomap-Anbindung und Wattsteuerung eine moderne Trainingsgrundlage bietet. Es überzeugt durch eine hohe Einstellbarkeit und leisen Betrieb, was es zu einem soliden Ergometer für große Menschen macht. Die Belastbarkeit liegt bei 130 kg. Allerdings ist die maximale Leistung von 250 Watt begrenzt und die Watt-Anzeige ungenau. Trotz dieser Einschränkungen bietet das Vinneren ein sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Platz 7 AsVIVA H22
App-gesteuert, 200 cm Ergonomie
Typ
Ergometer
Kategorie
Basisklasse
120 kg
Wattbasiert
App-Support
- Komfortable Verstellbarkeit (1,60 – 2,00 m Körpergröße) und tiefer Einstieg.
- Sehr stabiler, robuster Rahmen mit hoher Nutzerlast (120 kg).
- Sehr leiser Betrieb (46 dB) dank Riemenantrieb und Magnetbremse.
- Kinomap- und Zwift-Kompatibilität (App-Steuerung des Widerstands).
- Fahrrad-kompatible Kurbeln und Pedalgewinde (ideal für Tuning/Reha).
- Durchdachte Mechanik der Magnetbremse.
- Watt- und Kalorienanzeige sind ungenau – Kein präzises Ergometer.
- Relativ hoher Q-Faktor von 228 mm.
- Lenker ist nicht neigungsverstellbar (nur Höhenverstellung).
Das AsVIVA H22 ist ein robustes Ergometer, das mit einer sehr guten Einstellbarkeit bis 200 cm punktet. Die mechanische Basis ist solide und leise. Ein großer Vorteil ist die App-Steuerung durch Kinomap und Zwift, was es sehr motivierend macht. Die Kompatibilität mit Fahrradteilen (Kurbeln/Pedale) ist ideal für Tuning. Kritisiert wird die ungenaue Watt-Anzeige und der weite Q-Faktor. Dieses Modell ist eine ausgezeichnete Wahl für technisch interessierte Einsteiger und Reha-Sportler.
Platz 8 Domyos Connected EB520 B
Flexibel aufstellbar, 200 cm
Typ
Heimtrainer
Kategorie
Basisklasse
130 kg
Wattbasiert
App-Support
- Selbstangetrieben, keine Stromquelle nötig, flexibel im Standort.
- FTMS-Konnektivität mit automatischer Widerstandssteuerung (Kinomap).
- Sehr leiser Betrieb, wohnungstauglich.
- Stabiler Rahmen mit 130 kg Belastbarkeit und Bodenausgleich.
- Geeignet für Nutzer bis 200 cm Körpergröße.
- 10 Jahre Ersatzteilverfügbarkeit.
- Sehr unbequemer Sattel, Austausch nahezu zwingend.
- Keine Wattanzeige und keine Leistungssteuerung.
- Breiter Q-Faktor von 22 cm belastet Knie unnatürlich.
Der Connected EB520 B überzeugt durch seinen Self-Power-Generator, der maximale Flexibilität beim Aufstellort ermöglicht. Er ist stabil bis 130 kg und für Nutzer bis 200 cm geeignet. Die FTMS-Konnektivität zu Kinomap mit automatischer Widerstandssteuerung ist in der Basisklasse ein großer Vorteil. Nachteile sind der extrem unbequeme Sattel, der weite Q-Faktor von 22 cm und das Fehlen einer Watt-Anzeige. Es ist eine gute Option für Einsteiger und Nutzer, die ein flexibles Ergometer für große Menschen suchen.
Platz 9 Christopeit Ergometer ET 6
Solider Watt-Einstieg, 150 kg
Typ
Ergometer
Kategorie
Basisklasse
150 kg
Wattbasiert
App-Support
- HA-Ergometer mit drehzahlunabhängiger Wattmessung (40 W bis 250 W).
- Hohe Maximalbelastung von 150 kg.
- Sehr geringer Q-Faktor von 190 mm (gelenkschonend).
- Kinomap-fähig (Widerstandssteuerung möglich).
- 12 kg Schwungmasse und sehr leiser Riemenantrieb.
- Sattel und Pedale Fahrrad-kompatibel (austauschbar).
- Stellmotor für Widerstand ist zu langsam für schnelle HIIT-Wechsel.
- Lenkerhöhe nicht verstellbar (führt zu unbequemer Haltung für große Nutzer).
- Startwert von 40 Watt ist für Reha/sehr schwache Anfänger zu hoch.
Das ET 6 ist ein robustes HA-Ergometer, das ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für den Watt-Einstieg bietet. Es überzeugt mit 150 kg Belastbarkeit und einem sehr geringen Q-Faktor (190 mm). Es ist Kinomap-steuerbar, obwohl der Stellmotor für Widerstandsverstellungen langsam ist, was intensive Intervalltrainings erschwert. Das Gerät ist solide und für Nutzer bis ca. 195 cm geeignet. Der Startwiderstand von 40 Watt ist allerdings für Reha-Zwecke zu hoch.
Platz 10 Skandika Ergometer Atlantis
Hohe Traglast, 400 Watt
Typ
Ergometer
Kategorie
Basisklasse
150 kg
Wattbasiert
App-Support
- Hohe Stabilität (bis 150 kg), trotz geringen Eigengewichts.
- Hervorragend geeignet für große Menschen (bis 200 cm).
- Watt-gesteuertes Training (10 – 400 W) mit hoher Präzision.
- Sehr leise durch Magnetbremse und Riemenantrieb.
- Umfassende App-Konnektivität (Kinomap, iConsole).
- 32 Widerstandsstufen ermöglichen sehr feine Intensitätsregulierung.
- Lenkerhöhe ist nicht vertikal verstellbar (nur Neigung).
- Display-Sprache kann nicht auf Deutsch umgestellt werden.
- 10 kg Schwungmasse ist im Vergleich zur Oberklasse gering.
Das Atlantis ist ein solides Ergometer, das mit seiner Belastbarkeit von 150 kg und der Eignung für Nutzer bis 200 cm punktet. Die computergesteuerte Magnetbremse erlaubt ein präzises Watt-Training bis 400 Watt, was für diese Klasse ein starker Wert ist. Dank 32 Widerstandsstufen und Kinomap-Anbindung bietet es viel Abwechslung. Minuspunkte sind die nicht höhenverstellbare Lenkstange und die Tatsache, dass die Displaysprache nicht auf Deutsch umgestellt werden kann.
Platz 11 SportPlus SP-HT-9600-iE
Stabilität, 150 kg Maximalgewicht
Typ
Ergometer
Kategorie
Basisklasse
150 kg
Wattbasiert
App-Support
- Top Preis-Leistungs-Verhältnis in seiner Klasse.
- Extrem leiser Betrieb (40–45 dB) dank Poly-V-Riemen und Magnetbremse.
- Hohe Stabilität und Belastbarkeit bis 150 kg.
- Hervorragende Einstellbarkeit des Sattels für Nutzer von 155 cm bis 200 cm+.
- Kinomap-kompatibel für interaktives Widerstandstraining.
- Wattgesteuertes Training und HRC-Programme vorhanden.
- Maximale Watt-Leistung (260 W) ist für Profisportler zu niedrig.
- Lenker ist nicht höhenverstellbar (nur neigungsverstellbar).
- Q-Faktor (218 mm) ist relativ breit.
Dieser Ergometer überzeugt durch seine sehr hohe Stabilität und Belastbarkeit bis 150 kg, kombiniert mit einer exzellenten Ergonomie für Personen bis 200 cm. Der leise Riemenantrieb und die 17 kg Schwungmasse sorgen für ein gutes Fahrgefühl. Das Gerät ist Kinomap-kompatibel und Watt-gesteuert (bis 260 W). Kritikpunkte sind die begrenzte Maximalleistung und der relativ breite Q-Faktor. Dieses Modell ist eine klare Empfehlung für Ergometer für große Menschen Test-Berichte.
Wann gilt ein Ergometer als "geeignet für große Menschen"?
Viele Hersteller drucken optimistische Angaben wie „geeignet bis 1,95 m“ auf den Karton. Doch in unserem Ergometer für große Menschen im Test zeigt sich oft: Papier ist geduldig. In der Praxis sitzen Personen ab 1,90 m oft zusammengefaltet wie auf einem Kinderrad.
Damit ein Gerät wirklich passt, muss die Rahmengeometrie stimmen. Achte auf diese drei Punkte:

1 Die Sattelstütze (Auszugslänge)
Das ist der limitierende Faktor Nr. 1. Die Sattelstütze muss so weit ausfahrbar sein, dass dein Bein im unteren Totpunkt fast gestreckt ist. Das ist die Grundlage, um dein Ergometer richtig einstellen zu können und Knieschmerzen effektiv vorzubeugen.
- Der Test: Wenn du die „STOP“-Markierung an der Stütze siehst und dein Bein immer noch stark gebeugt ist, ist das Gerät zu klein. Ziehe die Stütze niemals über die Markierung hinaus – das ist ein massives Sicherheitsrisiko (Hebelwirkung kann das Rohr brechen)!

2 Der Abstand Sattel-Lenker (Reach)
Große Menschen haben nicht nur lange Beine, sondern meist auch einen langen Oberkörper.
- Das Problem: Wenn du den Sattel weit hochstellst, wandert er bei manchen Konstruktionen zwar nach hinten, aber oft nicht weit genug.
- Die Folge: Du sitzt mit einem extremen Rundrücken („Katzenbuckel“), um den Lenker zu erreichen, oder die Knie stoßen beim Treten vorne an.
- Die Lösung: Achte auf Geräte, bei denen sich der Sattel horizontal verstellen lässt (Sattelschlitten) oder der Lenker in der Neigung weit nach vorne verstellbar ist.

3 Kurbelarmlänge
Ein Detail für Kenner: Standard-Kurbeln sind oft 170 mm lang. Für Menschen über 1,95 m können längere Kurbeln (175 mm oder mehr) ergonomisch sinnvoller sein, um die Hebelwirkung der langen Beine besser zu nutzen. Dies findet man jedoch meist nur bei Profi-Indoor-Cycles.
Ergometer für Übergewichtige: Worauf es bei hohem Gewicht ankommt
Körpergröße ist das eine, das Gewicht das andere. Wenn du ein Ergometer für Übergewichtige suchst, geht es primär um Stabilität und Materialermüdung. Ein günstiges Discounter-Rad für 200 € ist oft nur bis 100 oder 110 kg zugelassen.

Warum du diese Grenzen ernst nehmen solltest:
- Pedalbruch: Dies ist die häufigste Unfallursache bei Überlastung. Wenn du mit 140 kg Körpergewicht in den Wiegetritt gehst (Stehen), wirken enorme Kräfte auf die Pedalachse. Billige Plastikpedale oder dünne Stahlachsen können brechen – Verletzungsgefahr durch scharfe Kanten!
- Das Tretlager: Das Herzstück des Rades. Bei hoher Belastung werden einfache Kugellager buchstäblich zermahlen. Es entsteht Spiel, das Rad fängt an zu „eiern“ und zu knacken. Achte auf geschlossene Industriekugellager und verstärkte Tretlagerwellen.
- Der tiefe Einstieg: Bei hohem Körpergewicht ist die Beweglichkeit oft eingeschränkt. Ein Gerät mit einem hohen Gehäuse in der Mitte ist eine Stolperfalle. Ein tiefer Durchstieg (Low Entry) ist essenziell, um sicher auf- und abzusteigen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.
Problemzone Innenbeinlänge: Warum Körpergröße nicht alles ist

„Ich bin 1,90 m groß, passt das Rad?“ – Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Warum? Weil Menschen unterschiedlich gebaut sind.
- Typ „Sitzriese“: Langer Oberkörper, verhältnismäßig kurze Beine. -> Passt auf viele Standard-Räder.
- Typ „Langbeiner“: Kurzer Oberkörper, extrem lange Beine. -> Braucht XXL-Sattelstütze.
Entscheidend ist daher nicht deine Kopfhöhe, sondern deine Schrittlänge (Innenbeinlänge).
So misst du richtig:
Stelle dich barfuß an eine Wand, klemme ein Buch ganz oben in den Schritt und miss den Abstand vom Buchrücken zum Boden.
- Faustformel: Schrittlänge x 0,885 = Benötigte Sattelhöhe (Tretlager bis Satteloberkante).
Beispiel: Bei einer Schrittlänge von 95 cm brauchst du eine Sattelhöhe von ca. 84 cm. Prüfe vor dem Kauf im Datenblatt des Geräts die „maximale Sattelhöhe“. Viele Standard-Geräte enden bei 75–80 cm!
Alternativen für Riesen: Indoor Cycle oder Liegeergometer?

Wenn klassische Ergometer einfach nicht passen wollen, lohnt ein Blick über den Tellerrand.
Indoor Cycles (Spinning Bikes)
- Vorteil: Sie haben oft keinen Computer-Mast direkt vor den Knien („Lenker im Weg“), und Sattel sowie Lenker lassen sich stufenlos in alle Richtungen verschieben. Die Geometrie ist flexibler.
- Nachteil: Die Sättel sind oft sehr schmal (Rennsattel), was für Ergometer für Übergewichtige oft unbequem ist. Hier muss oft der Sattel getauscht werden.
Liegeergometer (Recumbent Bikes)
- Vorteil: Der Sitz ist breit und bequem (ideal bei hohem Gewicht), der Rücken wird entlastet.
- Nachteil für Riesen: Die Sitzschiene muss lang genug sein! Bei günstigen Modellen stoßen große Menschen mit den Knien an das Frontgehäuse oder können die Beine nicht strecken. Achte auf Modelle mit „XXL-Schiene“.
Häufige Fragen (FAQ) für große Nutzer
Gibt es Verlängerungen für die Sattelstütze?
Ein klares Nein. Bitte bastle keine eigenen Verlängerungen oder stecke Rohre ineinander. Durch den längeren Hebelarm wirken enorme Kräfte auf den Rahmen (Hebelgesetz). Das Rohr kann ausbrechen, was zu schweren Stürzen führt. Wenn die Stütze zu kurz ist, ist das Gerät falsch.
Welches Ergometer passt bei 2 Meter Körpergröße?
In dieser Liga wird die Luft dünn. Standard-Heimtrainer fallen fast alle raus. Wir empfehlen hier oft das Concept2 BikeErg (nutzt Standard-Fahrradteile, Sattelstütze extrem lang) oder Geräte der Marke MAXXUS (z.B. 6.1), die für ihre großen Rahmen bekannt sind. Auch Studio-Geräte (gebraucht) sind eine Option.
Worauf muss ich bei den Pedalen achten?
Wenn du schwer bist oder große Füße (Schuhgröße 47+) hast, sind die Standard-Riemenpedale oft zu eng und instabil.
- Tipp: Achte darauf, dass das Ergometer ein Standard-Gewinde (9/16 Zoll) an der Kurbel hat. Dann kannst du im Fahrradladen stabile MTB-Pedale (Plattformpedale) aus Aluminium kaufen und montieren. Diese bieten eine viel größere Auflagefläche und brechen nicht.
Ergometer bis 180kg oder 200kg – gibt es das für zu Hause?
Vorsicht bei Amazon-Angeboten! Wenn ein 300€-Gerät mit „belastbar bis 200kg“ wirbt, ist das oft unseriös. Echte Schwerlast-Ergometer (wie man sie aus der Reha kennt) kosten oft 2.000 € aufwärts. Für den Heimgebrauch sind echte 150 kg (TÜV-geprüft) oft das Maximum im bezahlbaren Bereich.
Fazit – Ergometer für große & schwere Personen
Als großer oder schwerer Mensch darfst du beim Ergometer-Kauf keine Kompromisse eingehen. Wer am falschen Ende spart und ein wackeliges Standard-Gerät kauft, riskiert nicht nur, dass das Gerät nach 6 Monaten Schrott ist, sondern spielt auch mit seiner Gelenkgesundheit.
Unsere Checkliste für deinen Kauf:
- Eigengewicht: Das Gerät sollte mind. 40–50 kg wiegen (Masse gegen Wackeln).
- Max. Sattelhöhe: Vergleiche sie mit deiner Schrittlänge.
- Einstieg: Tief und breit für Sicherheit.
- Pedale: Tauschbar gegen Metall-Pedale?
Investiere lieber etwas mehr in ein XXL-Modell – dein Rücken und deine Knie werden es dir danken.
















