Wir haben das JASPORT A3 Testgerät, ein Indoor Bike der Basisklasse, im Detail geprüft und festgestellt, dass es ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger bietet. Dieses Sportgerät konzentriert sich auf die Vernetzung mit beliebten Apps wie Kinomap und Zwift, was in dieser Kategorie ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal ist.

Die zentrale Frage, die unser Test beantwortet, ist, ob das JASPORT A3 trotz seines geringen Preises die nötige Stabilität und Trainingsqualität für ein regelmäßiges Heimtraining liefert.
Aufbau & Lieferumfang

Bereits beim Auspacken fiel uns die hochwertige und schützende Verpackung des JASPORT A3 auf. Alle Einzelteile waren im Karton super geschützt und gegen Transportschäden gesichert.
Lieferumfang
Der Lieferumfang des Geräts ist vollständig und ermöglicht eine sofortige Montage. Wir konnten die folgenden Bestandteile verzeichnen:
- JASPORT A3
- Schwungrad und Antriebssystem
- Sattel und Lenker
- Pedale mit Riemen/Körben
- Kleines Display (Ergometer)
- Tablet-Halterung
- Flaschenhalter
- Detaillierte, bebilderte Montageanleitung (Deutsch und Englisch) [Link zu: ddows.org/tipps-zum-ergometer-kauf]
- Montagewerkzeug (Standardschlüssel und Inbusschlüssel)
- Zugband für die Kabelführung

Montage und Realisierung
Wir empfanden den Zusammenbau als sehr einfach und intuitiv. Die Montageanleitung, die mit viel Mühe erstellt wurde, war detailreich und enthielt klare Bebilderungen, wodurch Komplikationen gänzlich ausblieben. Wir haben die Hauptkomponenten (Rahmen und Füße) zügig montiert, da sie bereits einen sehr soliden Eindruck machten. Wir benötigten für den vollständigen Aufbau alleine lediglich 35 Minuten. Das mitgelieferte Werkzeug war ausreichend, um alle Schraubverbindungen festzuziehen.
Metrik:
- Aufbauzeit: ca. 35 Minuten (allein)
- Schwierigkeit: 1/5 (Sehr einfach)
- Fallstricke: Wir konnten keine größeren Fallstricke feststellen; selbst an ein Zugband für die Kabel wurde gedacht.
Design & Verarbeitung des JASPORT A3
Der erste Eindruck des JASPORT A3 ist überwiegend positiv, besonders in Anbetracht der Basisklasse, der es angehört.

Erster Eindruck und Materialqualität
Das Indoor Bike präsentiert sich in einem ansprechenden, modernen Design mit einem gelungenen Farbspiel, das sich gut in eine Wohnumgebung integrieren lässt. Die Hauptkomponenten – der robuste Kohlenstoffstahlrahmen und die Standfüße – vermitteln einen sehr soliden und langlebigen Eindruck, was dem Herstellerversprechen gerecht wird.
Wir konnten keine auffälligen Spaltmaße oder Gerüche nach Weichmachern feststellen. Die Griffe sind ergonomisch geformt und bieten einen guten Halt, während der Sattel für uns zwar akzeptabel, aber wie oft bei Basismodellen nicht für längste Einheiten konzipiert ist. Andere Komponenten wie der Lenker, die Pedale und das aufgesteckte Display wirken jedoch eher notdürftig, wenn auch funktional.

Stabilität im Training
Die Stabilität des JASPORT A3 ist eine differenzierte Beobachtung, die stark von der Trainingsintensität abhängt. Das Gerät steht grundsätzlich recht stabil, was das Eigengewicht von 24 kg und die robuste Rahmenbauweise mit einer Tragfähigkeit von bis zu 120 kg untermauern.
Allerdings stellten wir fest, dass bei intensivem Training, insbesondere bei typischen „Spinning“-Einheiten im Stehen, eine gewisse Instabilität auftrat und das Gerät ein wenig wackelt. Dies liegt in erster Linie an den beiden Niveausgleichspads am hinteren Unterrohr, die zwar Höhenunterschiede ausgleichen, aber das Gerät bei seitlichen dynamischen Bewegungen an seine Grenzen bringen.
Für moderate Cardio-Workouts oder Aufwärmübungen ist die Stabilität ausreichend, für ambitionierte Sprints und Ausdauerfahrten muss man jedoch Einschränkungen hinnehmen.
Unsere Trainingserfahrungen mit dem JASPORT A3
Dieser Teil bildet das Herzstück unseres JASPORT A3 Testes, da hier die größten Unterschiede zu höherpreisigen Geräten zutage treten.
Fahrgefühl & Rundlauf
Das Fahrgefühl wird maßgeblich durch das Zusammenspiel von Schwungmasse, Antrieb und Bremssystem bestimmt.
Der JASPORT A3 nutzt ein 7,5 kg schweres Schwungrad. In dieser Preisklasse ist dies eine typische, aber eher geringe Schwungmasse, die den Rundlauf und das Ansprechverhalten beeinflusst. Wir stellten fest, dass das Schwungrad für Erwachsene etwas zu leicht und nicht perfekt austariert war, was zu einem leichten „Eiern“ führte.

Als Widerstandssystem wird eine mechanische Reibbremse eingesetzt, bei der ein Filzgleiter das Schwungrad durch Kontakt abbremst. Hier lag der größte Kritikpunkt: Die Widerstandseinstellung erfolgt stufenlos über einen Drehknauf, ist aber äußerst schwer zu justieren. Wir erlebten eine massive Inhomogenität: Bereits eine Vierteldrehung des Knopfes führte von einem sanften Pedalieren zum nahezu stehenden Schwungrad.

Ein feines Justieren, wie es für ein kontrolliertes Spinning-Training erforderlich wäre, ist uns nicht gelungen. Das Schwungrad schleift binnen Sekunden aus, wenn wir mit dem Treten aufhörten, was klarmacht, dass dies kein klassisches Spinning-Bike ist.
Pedalabstand (Q-Faktor) und Pedale
Der Q-Faktor (Pedal-Innenabstand) beträgt 21 cm (210 mm). [Link zu: ddows.org/alles-ueber-q-faktor] Dieser Abstand liegt im oberen Bereich und kann für schmale Nutzer oder bei langen, intensiven Trainingseinheiten als leicht unruhig für Knie und Hüfte empfunden werden. Ein Q-Faktor unter 180 mm wäre aus ergonomischer Sicht gelenkschonender.

Die Pedale sind mit Riemen/Körbchen versehen und bieten für das erste Strampeln einen ausreichenden Halt. Sie sind Standardkomponenten und können problemlos gegen technische Klickpedale oder ergonomischere Varianten ausgetauscht werden.
Anpassung und Passform

Die Anpassungsmöglichkeiten sind umfangreich und decken die meisten Nutzergrößen ab.
- Min. Größe (Hersteller): 150 cm (Wir empfehlen 155 cm)
- Max. Größe (Hersteller): 195 cm (Wir empfehlen max. 185 cm)
Der Sattel ist vertikal und horizontal verstellbar. Der Lenker ist ebenfalls in der Höhe verstellbar, allerdings nicht in der Tiefe (horizontal). Dies schränkt die optimale ergonomische Einstellung für Personen über 185 cm leicht ein.
Der Sattel selbst ist gut gepolstert, aber wir stellten bei längeren Trainingseinheiten fest, dass er ziemlich hart ist und schnell unbequem wird. Er kann jedoch durch jeden herkömmlichen anderen Sattel ersetzt werden. Ein wesentlicher Mangel ist die Sattelhalterung: Das verschiebbare U-Profil ist zu labil, was zu einem unangenehmen Wackeln führt.

Sonstige Funktionen
- Watt-Modus: Das Gerät bietet keinen Watt-gesteuerten Modus. Die maximale Watt-Leistung kann daher nicht objektiv gemessen werden.
- Neigungssimulation: Es ist keine Neigungssimulation vorhanden.
Geräuschpegel im Betrieb
Die Herstellerangaben betonen ein „leises und komfortables Trainingserlebnis“ dank des Riemenantriebs. Wir können bestätigen, dass der Riemenantrieb an sich geräuscharm ist, was in einer Mietwohnung von Vorteil ist.
Allerdings wird der Geräuschpegel durch das Widerstandssystem überlagert. Das Gerät ist im Vergleich zu Heimtrainern mit Magnetbremse lauter als der Durchschnitt. Besonders bei stärker betätigter Reibbremse und schnellem Treten stellten wir fest, dass Reibungsgeräusche entstehen. Schlimmer noch: Bei sehr intensivem Bremsen entstand ein nerviger Brandgeruch von brennendem Filz, der uns stark störte und der definitiv nicht für ein ungestörtes Training spät abends geeignet ist.
Für moderate Trainingseinheiten ist das Nebenbeischauen von Videos oder Musik hören möglich. Für intensive Intervalle in hellhörigen Wohnungen raten wir jedoch zur Vorsicht, da die Reibung deutlich hörbar ist.
Display & Technik des JASPORT A3
Info: Das JASPORT A3 ist in zwei Varianten erhältlich: mit dem klassischen LCD-Computer im herkömmlichen Design oder mit dem neuen LED-Monitor. Letzterer bietet eine stabilere Bluetooth-Verbindung, verfügt jedoch über ein kleineres, dafür aber beleuchtetes Display.
Die eigentliche Stärke des JASPORT A3 liegt in der digitalen Vernetzung, während die Konsole selbst nur Basisinformationen liefert.
Konsole & Display
Das Gerät verfügt über ein kleines, batteriebetriebenes Display (Typ: LED Knob), das beleuchtet ist und abwechselnd einige Grundwerte anzeigt. Es ist kein Touch-Display und kommt ohne Tasten aus. Die Bedienung ist somit reduziert auf das Ablesen der automatisch durchscrollenden Daten.
Anzeigewerte auf dem Display:
- Zeit
- Distanz
- Geschwindigkeit
- Kalorien
- Trittfrequenz (RPM)

Ein Sensor zur Messung der Herzfrequenz ist nicht vorhanden, und auch die Anzeige der Watt-Leistung fehlt. Wir bemängeln, dass hier wichtige Werte für ein fortgeschrittenes, pulsbasiertes oder leistungsorientiertes Training nicht direkt ablesbar sind. Die Stromversorgung erfolgt über Batterien (2 AA-Batterien, nicht im Lieferumfang).
Die integrierte Tablet-Halterung ist nützlich für das Verfolgen von Videos oder Online-Kursen, wackelt jedoch bei intensiveren Workouts etwas. Ein Flaschenhalter ist ebenfalls vorhanden und erfüllt seinen Zweck.
Trainingsprogramme & Pulsmessung
Das JASPORT A3 bietet keine vordefinierten Trainingsprogramme auf dem Gerät selbst an. Das Training wird komplett über die verbundenen Apps gesteuert und protokolliert.
Die Pulsmessung ist nur über die Kopplung eines externen Brustgurts (via Bluetooth/ANT+) möglich, da Handpulssensoren fehlen. Hier fehlt uns eine klare Angabe zur Standardkompatibilität.
Konnektivität & Apps des JASPORT A3
Die Konnektivität ist die zentrale technische Stärke und die Motivation, dieses Indoor Bike zu kaufen. [Link zu: ddows.org/indoor-bike-vergleich]
- Schnittstellen: Bluetooth (Diskrete Bluetooth-Verbindung)
- App-Verbindung: Die Verbindung zur Fitness-App (YESOUL, Kinomap, Zwift) erfolgt nahtlos und stabil über Bluetooth.

Das Gerät ist kompatibel mit:
- YESOUL App: Bietet professionelle Trainingskurse per Video auf Abruf (Video on Demand). Die App synchronisiert Messdaten wie Entfernung, Zeit, Kalorienverbrauch, und Trittfrequenz, um Trainingspläne anzupassen. Leider berichten Nutzer von Synchronisationsproblemen in der App, bei denen die Datenübertragung nicht immer zuverlässig funktionierte.
- Kinomap: Ermöglicht das Abfahren realer Streckenvideos, wobei die Trainingsdaten synchronisiert werden.
- Zwift: Die virtuelle Welt des Radfahrens, die das Training abwechslungsreich gestaltet.
Kosten der Apps
Die Nutzung dieser Apps ist fast immer mit Abonnements verbunden:
- Kinomap: Bietet ein 14-tägiges kostenloses Testabo, danach fallen Kosten von 11,99 € pro Monat, 89,99 € pro Jahr oder 429 € für ein lebenslanges Abo (Lifetime) an.
- Zwift: Kostet aktuell 19 €/Monat oder 199 € pro Jahr.
Das Fehlen eines FTMS (Fitness Machine Service) Protokolls wird nicht explizit erwähnt, aber die breite Kompatibilität mit den gängigen Apps deutet darauf hin, dass die grundlegenden Trainingsdaten wie Trittfrequenz und Geschwindigkeit zuverlässig übertragen werden. Die Synchronisation mit Plattformen wie Strava/Apple Health erfolgt in der Regel über die verbundenen Fitness-Apps (z. B. über Zwift oder Kinomap).
Wartung & Langlebigkeit
Der Hersteller legt Wert auf einen effizienten Kundendienst und bietet eine zweijährige Garantie sowie einen kostenlosen Austausch von Ersatzteilen. Dies ist ein Pluspunkt.
Das Antriebssystem basiert auf einem Riemenantrieb. Riemen sind wartungsarm, erfordern keine Schmierung und sind generell sehr langlebig. Ein Nachteil kann jedoch die Reibbremse sein. Der Filzgleiter (Reibbelag) ist eine typische Schwachstelle und unterliegt einem natürlichen Verschleiß, besonders bei intensiver Nutzung und starkem Bremsen.

Das Auftreten des bereits erwähnten Brandgeruchs ist ein deutliches Indiz für eine starke Materialbelastung des Reibbelags, was auf mittelfristige Wartungsbedürftigkeit hindeutet. Wir empfehlen, den Reibbelag regelmäßig auf Abnutzung zu prüfen und diesen bei Bedarf zu ersetzen.
Das Gerät verwendet einen robusten Kohlenstoffstahlrahmen und solide Lagerqualität. Ein guter Servicezugang für etwaige Wartungsarbeiten ist durch die offene Bauweise gegeben.
Lagerung und Transport
Das JASPORT A3 ist als Indoor Bike in der Kategorie „Mittelgroß“ einzuordnen und ist nicht klappbar.
- Abmessungen (L x B x H): 110 x 53 x 117 cm
- Gewicht: 24 kg
Aufgrund der kompakten Stellfläche von 110 cm x 53 cm eignet es sich gut für kleinere Räumlichkeiten. Das Transportgewicht von 24 kg ist relativ gering und erleichtert das Verschieben des Geräts. Transportrollen sind vorhanden und erleichtern das Manövrieren des Bikes im Raum. Es kann problemlos von einer Person bewegt und gelagert werden.
Vor & Nachteile des JASPORT A3
Basierend auf unserem JASPORT A3 Test haben wir die zentralen Stärken und Schwächen des Geräts zusammengefasst:
- Sehr günstiger Anschaffungspreis
- Umfassender App-Support (Kinomap, Zwift, YESOUL)
- Solide Rahmenverarbeitung für die Preisklasse
- Einfache und schnelle Montage
- Riemenantrieb sorgt für leisen Basisbetrieb
- Höhen- und horizontale Sitzeinstellung
- 2 Jahre Garantie und kostenloser Ersatzteilservice
- Geringes Gewicht von 24 kg und Transportrollen
- Schwer einstellbare Reibbremse
- Geringe Schwungmasse von nur 7,5 kg
- Lauter als Heimtrainer mit Magnetbremse
- Wackelnder Lenker und labiler Sattelhalter
- Lenker ist nicht in der Tiefe verstellbar
- Display ohne Herzfrequenz- und Watt-Anzeige
- Nur geeignet für Personen bis max. 185 cm
Fazit zum JASPORT A3 Test
Im abschließenden Urteil unseres JASPORT A3 Testes ziehen wir eine klare Bilanz.
Das JASPORT A3 überzeugt durch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für einen sehr geringen Anschaffungspreis erhalten Käufer ein Indoor Bike, das vor allem durch seine Konnektivität punktet. Es ist ein optisch schickes und solides Trainingsgerät für das tägliche Aufwärmen und moderate Cardio-Workouts. Die Möglichkeit, Trainingsdaten zuverlässig via Bluetooth an Apps wie Kinomap und Zwift zu senden, macht das Training abwechslungsreich und modern.

Die Kombination aus der leichten Schwungmasse und der extrem schwer zu dosierenden Reibbremse verhindert ein realistisches, hochintensives Spinning-Erlebnis mit fließenden Widerstandsanpassungen.
Klare Kaufempfehlung für bestimmte Nutzergruppen
Wir sprechen eine klare Kaufempfehlung für die folgende Zielgruppe aus:
- Preisbewusste Einsteiger: Personen, die mit dem Indoor-Cycling beginnen möchten, keinen vierstelligen Betrag investieren wollen und hauptsächlich moderate Ausdauer- und Aufwärmtrainings absolvieren.
- App-Enthusiasten: Nutzer, für die die nahtlose Verbindung zu großen Plattformen wie Zwift und Kinomap wichtiger ist als die Präzision des Widerstandssystems.
- Nutzer in kleinen Räumen: Das JASPORT A3 ist mit seinen kompakten Abmessungen und den Transportrollen ideal für kleine Wohnungen geeignet.
Wir raten ambitionierten Radfahrern, die realitätsnahe Trainingsbedingungen, hohe Stabilität bei Sprints oder eine präzise Watt-Steuerung benötigen, von diesem Modell ab.



















