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Heimtrainer & Indoor Bikes für unter 200 Euro im Test

Alex Baumann

Beitrag von
Alex

Veröffentlicht
4. Jan. 2026

Zuletzt bearbeitet
17. Jan. 2026

Podest__200-Euro-Top3

Effektives Training in den eigenen vier Wänden muss kein Vermögen kosten. Doch was leisten Heimtrainer bis 200 Euro wirklich? Ob klassisches Modell oder sportliches Indoor Bike:

Wir geben eine ehrliche Einschätzung, trennen Qualität von Billigware und zeigen, welche günstigen Geräte im Vergleich überzeugen.

Bestenliste – Die TOP 6 Heimtrainer bis 200 Euro im Test

Platz 1 MERACH Heimtrainer S26

Bester Heimtrainer für unter 200 Euro

MERACH S26 Test

-23%

72

Typ

Indoor Bike

Kategorie

Basisklasse

136 kg

Wattbasiert

no

App-Support

yes
Ursprünglicher Preis war: €299,99Aktueller Preis ist: €229,99.
Alle Angebote
  • Fairer Preis für die gebotene Ausstattung.
  • Extrem leiser Betrieb (unter 30 dB) durch Magnetbremse und Riemenantrieb.
  • Umfassender App-Support, einschließlich Kinomap und MERACH App.
  • Kostenlose Kurse über die MERACH App verfügbar.
  • Sehr gute Stabilität dank umgekehrtem Dreieck-Design.
  • Einfache Montage (zu 80 % vormontiert).
  • Geringe Schwungmasse von 6 kg.
  • Display ist extrem schweißempfindlich und schaltet sich neu ein (Datenverlust).
  • Widerstandsänderung über Einstellknopf ist extrem langsam.

Das MERACH S26 positioniert sich als faires Indoor Bike der Basisklasse. Mit einer Belastbarkeit von 136 kg und dem wartungsarmen Riemenantrieb bietet es eine solide physische Grundlage. Die 6 kg Schwungmasse ermöglichen einen ruhigen Lauf, jedoch leidet das Trainingserlebnis unter dem trägen Einstellknopf für den 100-stufigen Magnetwiderstand. Trotz umfassendem App-Support (Kinomap, Zwift) zeigt der S26 Schwächen beim Display, was Abstriche für technikaffine Nutzer bedeutet. Insgesamt ein starkes Angebot für Gelegenheitsfahrer, die leise trainieren möchten.

Platz 2 MERACH Heimtrainer S38

Gelenkschonend, sehr leise

MERACH S38 Test

-27%

72

Typ

Indoor Bike

Kategorie

Basisklasse

136 kg

Wattbasiert

no

App-Support

yes
Ursprünglicher Preis war: €259,99Aktueller Preis ist: €188,98.
Alle Angebote
  • Sehr günstiger Preis in der Basisklasse.
  • Extrem geringer Geräuschpegel (unter 25 dB) – ideal für Mietwohnungen.
  • Umfassender App-Support mit kostenloser Merach App und Sync zu Google Fit/Apple Health.
  • Sehr guter Q-Faktor von 18 cm sorgt für gelenkschonende Ergonomie.
  • Stabiles Doppel-Dreieck-Design und hohe maximale Belastbarkeit von 136 kg.
  • Angenehm runder Tretlauf dank Riemenantrieb.
  • Hoher Grundwiderstand (Start über 100 W) erschwert das Training für sehr unsportliche Anfänger.
  • Widerstandseinstellung ist nicht linear und schwer reproduzierbar.
  • Nur für Nutzer bis ca. 185 cm geeignet; größere Personen sitzen zu tief.

Das MERACH S38 ist ein preisattraktives Indoor Bike, das mit einem hervorragenden, gelenkschonenden Q-Faktor von 18 cm punktet. Das sehr geringe Betriebsgeräusch macht es ideal für Mietwohnungen, unterstützt durch eine maximale Belastbarkeit von 136 kg. Kritisch ist die Justierung des 99-stufigen Magnetwiderstands: Der hohe Grundwiderstand (> 100 Watt) und die nicht-lineare Skalierung erschweren Anfängern den Einstieg und ein präzises Training. Dennoch überzeugt dieses Modell als solide Option für Gelegenheitsradfahrer.

Platz 3 PASYOU Heimtrainer S30B

Maximale Stabilität, Basis-Training

PASYOU S30B Test
72

Typ

Indoor Bike

Kategorie

Basisklasse

150 kg

Wattbasiert

no

App-Support

no
  • Sehr hohe Belastbarkeit von 150 kg und stabiler Rahmen.
  • Fairer Preis für die robuste Bauweise und Stabilität.
  • Nahezu geräuschloser Betrieb durch Riemenantrieb und Magnetbremse.
  • Gelenkschonender, geringer Q-Faktor von 18 cm.
  • Sitz sowohl vertikal als auch horizontal verstellbar.
  • Kein App-Support oder Bluetooth-Konnektivität vorhanden.
  • Display ohne Beleuchtung und liefert keine Watt-Werte.
  • Computer-Anzeige ist ungenau (speziell Watt und Distanz).

Der PASYOU S30B sticht unter den Indoor Bikes bis 200 Euro durch seine außergewöhnlich hohe Belastbarkeit von 150 kg hervor. Dies unterstreicht die solide Rahmenkonstruktion, die für ein stabiles Fahrerlebnis sorgt. Mit 6 kg Schwungmasse und Riemenantrieb ist das Indoor Bike flüsterleise. Allerdings ist die Ausstattung bewusst reduziert: Es fehlen jegliche Smart-Funktionen, App-Anbindung sowie Watt-Messung. Es ist die ideale, unkomplizierte Wahl für Einsteiger, die primär Stabilität und Geräuscharmut suchen.

Platz 4 CHAOKE Heimtrainer 508C

Hohe Traglast, geringer Preis

CHAOKE 508C Heimtrainer Test
67

Typ

Indoor Bike

Kategorie

Basisklasse

160 kg

Wattbasiert

no

App-Support

yes
  • Sehr günstiger Anschaffungspreis.
  • Extrem leiser Betrieb durch Riemenantrieb und Magnetbremse.
  • Gelenkschonender Q-Faktor von 18 cm.
  • Sehr hohe maximale Belastbarkeit von 160 kg.
  • App-Support für Kinomap und Zwift (Basis-Konnektivität).
  • Solide Rahmenverarbeitung dank 3 mm dickem Stahl.
  • Maximale Körpergröße ist stark begrenzt (realistisch bis ca. 185 cm).
  • Sattel ist viel zu hart und unbequem für längere Einheiten.
  • Spartanischer Computer ohne Programme und Beleuchtung.

Das CHAOKE 508C überzeugt als Budget-Gerät mit hervorragenden mechanischen Werten: Die Belastbarkeit von 160 kg und der sehr gute Q-Faktor von 18 cm sind bemerkenswert. Die 8 kg Schwungmasse und der Riemenantrieb sorgen für einen extrem leisen Betrieb. Kritisiert werden muss das spartanische, unbeleuchtete Display und das Fehlen einer echten Ergometer-Funktionalität, da das Gerät nicht Watt-gesteuert ist. Für preisbewusste Einsteiger, die eine leise und stabile Trainingsbasis suchen, ist dieses Indoor Bike eine klare Empfehlung.

Platz 5 Advamsoler Heimtrainer JC306

16 kg Schwungmasse-Highlight

Advamsoler Neu Heimtrainer Test

-38%

70

Typ

Indoor Bike

Kategorie

Basisklasse

160 kg

Wattbasiert

no

App-Support

yes
Ursprünglicher Preis war: €289,99Aktueller Preis ist: €179,69.
Alle Angebote
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Basiskategorie.
  • Extrem leiser Betrieb, ideal für Mietwohnungen.
  • Sehr hohe maximale Belastbarkeit von 160 kg, was für ausgezeichnete Stabilität spricht.
  • Solides Schwungradgewicht von 16 kg für einen gleichmäßigen Rundlauf.
  • Gute Ergonomie mit mehrfacher Verstellbarkeit von Sattel und Lenker.
  • App-Support (Bluetooth) mit Kinomap und Zwift in der erweiterten Version.
  • Spartanisches LCD-Display ohne Beleuchtung.
  • Lenker lässt sich nicht in der Neigung (Winkel) verstellen, nur in der Höhe.
  • Keine Watt-Messung oder Watt-Steuerung möglich.

Der Advamsoler JC306 setzt sich in dieser Klasse durch ein beachtliches 16 kg Schwungrad ab, was einen besonders gleichmäßigen Rundlauf gewährleistet. Die Kombination aus extrem hoher Stabilität (160 kg Belastbarkeit) und Riemenantrieb liefert ein sehr geräuscharmes Trainingserlebnis. Als Nachteil ist das Fehlen von Watt-Messung und die spartanische Display-Ausstattung zu nennen. Trotz dieser Einschränkungen bietet dieser Heimtrainer bis 200 Euro eine beeindruckende mechanische Leistung und ist ideal für Einsteiger in Mietwohnungen.

Platz 6 SLUNSE Heimtrainer

Hochbelastbar, 180 kg Maximum

SLUNSE Heimtrainer Test
70

Typ

Indoor Bike

Kategorie

Basisklasse

180 kg

Wattbasiert

no

App-Support

yes
  • Extrem hohe Belastbarkeit von bis zu 180 kg.
  • Extrem leiser Betrieb dank Riemenantrieb und Magnetbremse.
  • Sehr stabiler, solider Stand auch bei hoher Intensität.
  • 100-stufige mikro-verstellbare Widerstandseinstellung.
  • Niedriger Preis in der Basisklasse.
  • Nützliche Features wie Tablet-Halterung und Transportrollen.
  • Extrem unbequemer und harter Sattel.
  • Unzuverlässige App-Konnektivität (insbesondere Zwift/Z-Sport).
  • Es fehlt eine Anzeige des Watt-Werts und des Widerstands-Levels.

Der SLUNSE Heimtrainer brilliert durch seine physischen Grundwerte, allen voran die beeindruckende maximale Belastbarkeit von 180 kg. Der Riemenantrieb sorgt für eine flüsterleise Nutzung. Allerdings muss man bei diesem Indoor Bike bis 200 Euro gravierende Abstriche in Kauf nehmen: Der Sattel ist sehr unkomfortabel, das Display rudimentär und die Konnektivität zu Apps wie Zwift ist Berichten zufolge unzuverlässig. Mit 7 kg Schwungmasse ist das Fahrgefühl angemessen. Das Gerät ist damit eine Option für Stabilitäts-Suchende, die keine Ansprüche an Komfort und Technik stellen.

Platz 1 MERACH Heimtrainer MR-S15

Klappbar, 4-in-1 Komfort

MERACH MR-S15 4in1 Heimtrainer Test

-14%

64

Typ

Trimmrad

Kategorie

Basisklasse

136 kg

Wattbasiert

no

App-Support

yes
Ursprünglicher Preis war: €169,99Aktueller Preis ist: €145,99.
Alle Angebote
  • Multifunktionalität: 4in1 (Aufrecht, Liege-ähnlich, Armzüge).
  • Sehr leiser Betrieb durch Magnetbremse/Riemen.
  • App-Kompatibilität (Zwift/Kinomap/MERACH App) in der Trimmrad-Klasse.
  • Sehr kompakte und platzsparende Lagerung.
  • Hohe Belastbarkeit (136 kg) für ein klappbares Rad.
  • Exzellenter Kundenservice und Kulanz beim Support.
  • Nur für Personen bis max. 175 cm geeignet.
  • Sehr geringe Schwungmasse (2 kg) und niedriger Maximalwiderstand.
  • Nur für Einsteiger und Gelegenheitssportler.

Beim MERACH MR-S15 handelt es sich um ein klappbares Trimmrad, das primär durch seine Multifunktionalität (4-in-1) und die extreme Platzersparnis besticht. Mit nur 2 kg Schwungmasse und einem sanften Magnetwiderstand ist es ausschließlich für gelegentliches, leichtes Cardiotraining konzipiert. Die App-Kompatibilität ist zwar gegeben, allerdings sind die Messwerte unpräzise. Nutzer über 175 cm sollten aufgrund der eingeschränkten Ergonomie Abstand nehmen. Es ist eine gute Wahl für Senioren oder Nutzer mit geringem Platzbedarf.

Platz 2 TRETMANN Ride 3in1

Rückenlehne, Klapp-Funktion

TRETMANN Ride 3in1 Heimtrainer Test

-38%

65

Typ

Trimmrad

Kategorie

Basisklasse

140 kg

Wattbasiert

no

App-Support

no
Ursprünglicher Preis war: €299,99Aktueller Preis ist: €186,99.
Alle Angebote
  • Einzigartige 3-in-1-Funktion (Liegeposition/Rückenlehne) zur Entlastung des Rückens.
  • Sehr leiser Betrieb durch Magnetbremse/Riemen.
  • Hohe Maximalbelastung (140 kg) für ein X-Bike.
  • Tiefer Einstieg (gut für Senioren/Reha).
  • Kompakt und klappbar.
  • Bequemer SoftFoam Sitz mit Rückenlehne.
  • Keine App-Konnektivität (kein Bluetooth/Zwift/Kinomap).
  • Maximaler Widerstand für ambitionierte Sportler zu gering.
  • Maximalgröße realistischerweise bei 185 cm.

Das TRETMANN Ride 3in1 ist ein reines Trimmrad, das den Fokus auf Komfort und platzsparende Lagerung legt. Die Liegeposition und die hohe Belastbarkeit von 140 kg sprechen besonders Senioren und Wiedereinsteiger an. Die 2 kg Schwungmasse und die manuelle Magnetbremse bieten ausreichend Widerstand für leichtes Cardiotraining. Im Gegensatz zu den Indoor Bikes fehlt hier jedoch die App-Anbindung vollständig, was eine Nutzung interaktiver Trainingswelten ausschließt. Ein ehrliches Gerät für unkomplizierte Bewegung, das sich durch seine Vielseitigkeit auszeichnet.

Platz 3 TRETMANN Home Heimtrainer

Höchste Stabilität klappbarer Räder

TRETMANN Home Heimtrainer Test

-20%

65

Typ

Trimmrad

Kategorie

Basisklasse

150 kg

Wattbasiert

no

App-Support

no
Ursprünglicher Preis war: €249,99Aktueller Preis ist: €199,99.
Alle Angebote
  • Sehr hohe Maximalbelastung von 150 kg.
  • Kompakte Bauweise und klappbar.
  • Sehr leiser Betrieb durch Magnetbremse/Riemen.
  • Anzeige der Trittfrequenz (RPM) auf dem Computer.
  • 3 Jahre Garantie und 100 Tage Rückgaberecht.
  • Gut integrierte Tablet-Halterung.
  • Widerstand nur für Einsteiger ausreichend.
  • Nur für die gelegentliche Nutzung gedacht.
  • Keine App-Konnektivität vorhanden.

Der TRETMANN Home sticht als klappbares Trimmrad durch eine außergewöhnliche Stabilität hervor, was die hohe Belastbarkeit von 150 kg eindrucksvoll belegt. Mit 2,5 kg Schwungmasse und 16 Widerstandsstufen ist er ideal für das leichte Cardio- oder Reha-Training. Es handelt sich hierbei um ein Trimmrad für Gelegenheitsnutzer, das bewusst auf App-Konnektivität und Watt-Steuerung verzichtet. In der Kategorie klappbare Heimtrainer bis 200 Euro liefert dieses Modell die beste physische Basis und überzeugt mit einer langen Garantiezeit.

Platz 4 HELDENWERK Heimtrainer

Ultraleicht, TÜV-zertifiziert

HELDENWERK Heimtrainer Test

-17%

63

Typ

Trimmrad

Kategorie

Basisklasse

150 kg

Wattbasiert

no

App-Support

no
Ursprünglicher Preis war: €179,99Aktueller Preis ist: €149,99.
Alle Angebote
  • Klappbar und extrem platzsparend (41 x 44 x 135 cm).
  • Sehr leicht (17 kg) und leicht zu transportieren.
  • Sehr leise im Betrieb (Magnetbremse/Riemenantrieb).
  • Guter Preis für ein klappbares Trimmrad dieser Klasse.
  • Stabile und schnelle manuelle Widerstandsverstellung (16 Stufen).
  • TÜV/GS und IGR zertifiziert.
  • Ergonomie: Nicht für Personen über 185 cm geeignet.
  • Begrenzte Leistungsvielfalt (Trimmrad).
  • Keine App-Konnektivität (kein Bluetooth).

Der HELDENWERK Heimtrainer ist ein extrem leichtes und klappbares Trimmrad, das für maximale Platzersparnis konzipiert wurde. Die 4 kg Schwungmasse und der flüsterleise Riemenantrieb bieten eine hervorragende Grundlage für lockere Bewegung und Reha-Sport. Trotz der TÜV- und IGR-Zertifizierung fehlen ihm jegliche Smart-Features wie Bluetooth oder Watt-Anzeige, weshalb es nicht in die Kategorie Ergometer bis 200 Euro im Test fällt. Diese bewusste Reduktion auf das Wesentliche macht das Gerät zu einem attraktiven und soliden Angebot für Gelegenheitsnutzer mit sehr kleinen Wohnungen.

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Angebote bis 200 €

Was kann ich von einem Heimtrainer bis 200 Euro erwarten?

Wer in dieser Preisklasse sucht, sollte wissen: Wir bewegen uns hier im reinen Einsteiger-Segment. Das Angebot besteht fast ausschließlich aus einfachen Trimmrädern, klappbaren „X-Bikes“ oder sehr günstigen Indoor Bikes. Ein echter, medizinisch geeichter Ergometer ist für dieses Budget praktisch nicht zu finden.

Damit nach dem Kauf keine Enttäuschung aufkommt, sollten Sie folgende Punkte realistisch einschätzen:

  • Widerstand & Bremse: Der Standard ist eine manuelle Magnetbremse, die über einen simplen Drehknauf (meist 8 Stufen) geregelt wird. Eine automatische oder wattgesteuerte Widerstandsregelung gibt es hier nicht. Bei günstigen Indoor Bikes kommt oft noch eine mechanische Filzbremse zum Einsatz.
  • Schwungmasse & Rundlauf: Hier ist der Unterschied zu teuren Geräten am spürbarsten. Klappbare X-Bikes bieten oft nur 2 bis 4 kg Schwungmasse (eher für leichtes Reha-Training), was bei höherem Widerstand zu einem unrunden, leicht „hakeligen“ Tritt führt. Indoor Bikes bieten zwar oft ca. 10 kg, lassen sich aber selten fein justieren.
  • Stabilität & Tragkraft: Die Bauweise ist auf Kompaktheit und geringes Eigengewicht ausgelegt. Auch wenn Fernost-Hersteller oft mit hohen Belastungsgrenzen werben: In der Praxis sehen wir das Limit für einen sicheren, wackelfreien Stand meist bei 90 bis 100 kg Körpergewicht.
  • Display & Technik: Das Cockpit ist zweckmäßig. Ein batteriebetriebenes LCD-Display zeigt Basiswerte wie Zeit, Distanz und geschätzte Kalorien. Pulsmessung erfolgt – wenn überhaupt – nur ungenau über Handsensoren am Lenker.
  • App-Konnektivität: Bluetooth ist kein Standard. Falls vorhanden, funktionieren Apps wie Kinomap oder Zwift meist nur im „Passiv-Modus“. Das heißt: Die App empfängt zwar Ihre Trittdaten, kann den Widerstand am Rad aber nicht automatisch steuern – Sie müssen bei Steigungen selbst am Rad drehen.
  • Zur Lautstärke: Grundsätzlich sind die Geräte dank Magnetbremse angenehm leise. Bei Indoor Bikes mit Reibbremse entsteht ein typisches Schleifgeräusch, und unter hoher Last neigen die günstigen Kunststoffverkleidungen gelegentlich zum Knarzen.

Typische Kompromisse: Wo liegen die Grenzen bei einem Heimtrainer unter 200 Euro?

Wer sich für einen Heimtrainer bis 200 Euro entscheidet, spart vor allem an der mechanischen Komplexität und der Materialschlacht. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Geräte schlecht sind, aber sie haben physikalische Grenzen. In der Praxis zeigen sich Einschränkungen, die man vor dem Kauf kennen muss, um Retouren zu vermeiden:

  • Eingeschränkte Ergonomie: Die Anpassungsmöglichkeiten sind rudimentär. Meist lässt sich nur der Sattel in der Höhe verstellen, der Lenker ist fast immer starr fixiert. Besonders bei klappbaren X-Bikes entsteht durch das Ausziehen der Sattelstütze oft ein ungünstiger Sitzwinkel: Man sitzt sehr weit hinter dem Tretlager, was das Treten ineffizient macht. Für Personen über 1,85 m sind diese Geräte daher ergonomisch meist ungeeignet.
  • Problematischer Q-Faktor (Pedalabstand): Aufgrund der günstigen Bauweise mit breiten Plastikgehäusen stehen die Pedale oft weit auseinander. Dieser hohe „Q-Faktor“ zwingt den Nutzer in eine leichte O-Bein-Haltung. Was bei kurzen Einheiten kaum auffällt, kann bei längeren Trainingssitzungen unangenehm für Hüfte und Knie werden.
  • Mangelnde Stabilität: Das geringe Eigengewicht ist beim Transport ein Vorteil, beim Training ein Nachteil. Sobald das Tempo angezogen wird oder Nutzer über 90 kg trainieren, neigen viele Modelle zum Wackeln. Ein stabiler Stand wie im Fitnessstudio ist hier konstruktionsbedingt nicht möglich.
  • Sattel-Tausch oft unmöglich: Der mitgelieferte Sattel ist oft breit und weich – aber nicht jeder kommt damit zurecht. Das Problem: Viele Hersteller nutzen proprietäre Befestigungssysteme (z. B. 3-Loch-Aufnahmen) statt Standard-Fahrradkloben. Ein Austausch gegen einen hochwertigen Gelsattel ist somit oft nicht möglich.
  • Der „Wegwerf-Faktor“: Dies ist der kritischste Punkt. Bei Defekten an Lagern oder dem Antriebsriemen droht oft ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ersatzteile sind – außer bei wenigen Markenherstellern – schwer oder gar nicht zu beschaffen. Die Geräte sind leider oft nicht für eine Reparatur ausgelegt.

Klappbare X-Bikes vs. klassische Standgeräte

Wer einen Heimtrainer bis 200 Euro sucht, steht meist vor der Grundsatzentscheidung: Soll es ein platzsparendes Klapprad (X-Bike) oder ein stationäres Standgerät sein? Beide Bauformen haben spezifische Vor- und Nachteile, die weit über den reinen Platzbedarf hinausgehen.

Das X-Bike (Klappheimtrainer)

Diese Geräte sind die Bestseller im Einsteiger-Segment. Durch den Scherenmechanismus lassen sie sich nach dem Training extrem kompakt zusammenfalten und in eine Ecke oder einen Schrank stellen.

  • Der Haken: Die Konstruktion erzwingt Kompromisse. Die Sitzposition ist oft weit nach hinten verlagert („Liege-Sitz“), was anatomisch nicht optimal ist. Zudem ist der Einstieg durch das X-Gestell sehr hoch – man muss das Bein weit über die Mitte schwingen. Die Schwungmasse ist bauartbedingt sehr klein, was den Rundlauf einschränkt.

Der klassische Heimtrainer

Diese Modelle haben einen festen Rahmen und benötigen permanenten Stellplatz (ca. 1 m²).  In der Regel sind sie nicht klappbar und wiegen ein wenig mehr

  • Der Vorteil: Der starre Rahmen bietet deutlich mehr Stabilität und wackelt weniger. Viele Modelle in dieser Klasse punkten zudem mit einem tiefen Durchstieg (Low-Entry), was sie ideal für Senioren oder Reha-Zwecke macht. Da im Gehäuse mehr Platz ist, sind hier oft etwas größere Schwungmassen und stärkere Magnetbremsen verbaut als bei den filigranen Klapprädern.

Hier die wichtigsten Unterschiede im direkten Vergleich:

MerkmalKlappbares X-BikeKlassischer Heimtrainer
PlatzbedarfSehr gering (faltbar)Mittel (benötigt festen Platz)
StabilitätMäßig (neigt zum Kippeln)Gut (fester Standfuß)
EinstiegHoch (Bein muss über Gehäuse)Oft tiefer Durchstieg (barrierearm)
ErgonomieEher aufrecht/lehnend, Lenker fixNäher am echten Fahrradgefühl
WiderstandEher leicht (für Cardio)Oft etwas kräftiger & runder
ZielgruppeGelegenheitsnutzer & PlatzsparerSenioren, Reha & Vielsportler

Bewährte Heimtrainer Marken im Preissegment unter 200 Euro

Der Markt für günstige Heimtrainer gleicht einem Dschungel. Auf Plattformen wie Amazon finden sich hunderte kryptische Markennamen, die oft baugleiche Geräte aus chinesischen Fabriken verkaufen und morgen schon wieder verschwunden sein können. Wer in der Preisklasse bis 200 Euro sucht, findet keine Premium-Hersteller wie Kettler oder Technogym. Dennoch haben sich einige Akteure etabliert, die eine konstante Qualität und – fast noch wichtiger – einen gewissen Service bieten.

Die „neuen“ Online-Riesen: Joroto, MERACH & JASPORT In den letzten Jahren haben sich Marken wie Joroto, MERACH oder JASPORT besonders im Bereich der Indoor Cycles (Spinning-Bikes) einen Namen gemacht. Unsere Beobachtung zeigt: Diese Hersteller bieten oft überraschend viel Ausstattung für das Geld.

joroto

Joroto sticht häufig durch sehr stabile Riemenantriebe und Magnetbremssysteme hervor, die in diesem Preissegment sonst selten sind.

MERACH LOGO

MERACH setzt stark auf Design und App-Konnektivität, um auch jüngere Zielgruppen anzusprechen.

Diese Marken sind zwar meist reine Online-Importeure, achten aber deutlich strenger auf die Qualitätskontrolle als die namenlose „No-Name“-Konkurrenz.

Deutsche Handelsmarken: Tretmann & Co. Neben den internationalen Importeuren gibt es deutsche Handelsmarken wie Tretmann. Das Prinzip hier: Ein deutscher Importeur lässt Geräte fertigen (oder labelt bewährte OEM-Ware) und verkauft sie unter eigenem Namen.

Unser Rat zur Markenwahl Lassen Sie die Finger von Geräten, deren „Markennamen“ wie zufällige Buchstabenkombinationen wirken und die kein Impressum oder keine Website vorweisen können. Bei einem Defekt stehen Sie dort meist allein da. Setzen Sie lieber auf die oben genannten Hersteller, die ein Interesse daran haben, ihren Ruf durch halbwegs ordentlichen Support zu wahren.

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Angebote bis 200 €

FAQ - Zu Heimtrainer unter 200 Euro

Für wen lohnt sich ein Heimtrainer bis 200 Euro?

evor Sie zuschlagen, sollten Sie Ihr Trainingsziel ehrlich hinterfragen. Unsere Tests zeigen klar: Ein Heimtrainer bis 200 Euro ist kein Allrounder, sondern ein Nischenprodukt für spezifische Nutzergruppen.

Geeignet ist diese Preisklasse für:

  • Bewegungstherapie: Menschen, die auf ärztlichen Rat hin „einfach nur in Bewegung bleiben“ sollen. Wer abends vor dem Fernseher locker die Beine bewegen möchte, ohne dabei außer Atem zu kommen, wird hier glücklich.
  • Einsteiger & Zweifler: Wenn Sie noch gar nicht wissen, ob Indoor-Cycling überhaupt Ihr Sport ist. Als günstiges „Schnupper-Gerät“ tut der finanzielle Verlust nicht weh, wenn es später doch in der Ecke steht.
  • Leichtes Cardio-Training: Für lockere Einheiten im niedrigen Pulsbereich zur Durchblutungsförderung reicht die Technik völlig aus.

Nicht geeignet ist sie für:

  • Ambitionierte Sportler: Wer ernsthaftes Ausdauertraining betreibt, Watt-Werte tracken will oder für die Radsaison trainiert, wird von der geringen Schwungmasse und dem unrunden Tritt enttäuscht sein.
  • Intensive Gewichtsabnahme: Wer durch hochintensives Training (HIIT) schnell viel abnehmen will, bringt die leichte Mechanik schnell an ihre Belastungsgrenze.
  • Schwere & große Personen: Ab 100 kg Körpergewicht oder 1,90 m Größe sind diese Geräte meist instabil und ergonomisch ungesund.

Ein Heimtrainer unter 200 Euro erfüllt die absoluten Minimalanforderungen an ein Trainingsgerät – mehr aber auch nicht. Man muss es drastisch formulieren: Viele Modelle in dieser Klasse sind eher eine „bewegte Sitzgelegenheit“ als ein ernsthaftes Sportgerät.

Das klingt hart, ist aber fair. Wer nur gelegentlich die Gelenke schmieren und den Kreislauf sanft in Schwung bringen will, bekommt hier eine funktionierende Lösung zum unschlagbaren Preis. Wer jedoch plant, mehrmals die Woche ernsthaft ins Schwitzen zu kommen, sollte entweder das Budget aufstocken oder sich nach einem gebrauchten Markengerät umsehen. Für den Einstieg und das lockere Feierabend-Radeln ist die Qualität ausreichend – für echte Fitness-Ambitionen meist zu wenig.

Alex, Gründer und erfahrener Fitnessgeräte-Tester, bringt 20 Jahre Expertise ein, um präzise Bewertungen, praxisnahe Tipps und fundierte Empfehlungen für effektives und gesundes Training zu liefern.

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Zuletzt aktualisiert: 22. Feb. 2026 um 0:15. Preise können variieren. Alle Angaben ohne Gewähr.