Das FINNLO Ergometer Exum III war 2015 der Testsieger bei Stiftung Warentest und ist seit Jahren für seine präzise Wattmessung bekannt. Dieser ausführliche FINNLO Ergometer Exum III Test beleuchtet, ob dieser Klassiker im direkten Vergleich mit modernen, app-gesteuerten Konkurrenten weiterhin das Maß aller Dinge ist oder ob es inzwischen bessere Alternativen gibt.

Unser Fokus liegt auf dem bewährten, runden Fahrgefühl und der präzisen Induktionsbremse als zentrales Verkaufsversprechen.
Aufbau & Lieferumfang
Beim Auspacken des Finnlo Exum III stellen wir fest, dass die hohe Qualität bereits bei der Logistik beginnt. Das Gerät ist in einer hochaufwendigen Verpackung gesichert, die den Transport der 39 kg Eigengewicht schadlos übersteht. Der Lieferumfang ist vollständig und durchdacht.
Lieferumfang: Was ist enthalten?
Das Gesamtpaket zeugt von einer Ausrichtung auf sofortige Einsatzbereitschaft, wenngleich der Brustgurt separat erworben werden muss.
- Finnlo Exum III
- Lenkerstützrohr und Lenker
- Sattelstütze und Komfortsattel (mit Stoffbezug)
- Pedale mit Riemen/Körben
- Trainingscomputer (Display)
- Netzadapter für die Stromversorgung
- Ohrpuls-Clip zur Herzfrequenzmessung
- Aufbauanleitung und Kleinteile
- Werkzeugsatz für die Montage
Montage
Der Aufbau des Finnlo Exum III ist dank der eindeutig bebilderten und auf Deutsch verfassten Anleitung überraschend reibungslos. Wir benötigen für die vollständige Montage durch eine Einzelperson etwa 90 Minuten (andere Tester benötigten ca. 60 Minuten, was unsere Einschätzung bestätigt). Ein Zusammenbau zu zweit ist zwar nicht zwingend notwendig, würde die Zeit aber noch verkürzen.
Metrik:
- Aufbauzeit (Alleine): ca. 90 Min.
- Schwierigkeit (1–5): 2 (einfach, aber einige fummelige Schritte)
- Benötigtes Werkzeug: Im Lieferumfang enthalten (Qualitativ gute Schrauben)
- Fallstricke: Einzig der Zusammenbau des filigranen Plastikgehäuses um den Lenker ist etwas fummelig. Zudem müssen wir bei unserem Testgerät feststellen, dass die Tretkurbel nicht werkseitig fest genug angezogen war, was zu Klopfgeräuschen führte – ein Mangel in der Endkontrolle, der sich aber mit dem mitgelieferten Werkzeug schnell beheben ließ.
Qualitätscheck beim Auspacken
Wir haben festgestellt, dass es vereinzelt zu Schönheitsfehlern kommen kann, wie beispielsweise großflächig abgesprungenem Lack an inneren Verbindungsstellen. Da diese Stellen nach der Montage nicht mehr sichtbar sind, haben wir dies toleriert. Solche Mängel sprechen allerdings gegen die sonst suggerierte hohe Qualität in jeder Hinsicht.
Design & Verarbeitung des FINNLO Exum III
Der erste Eindruck des Ergometers ist hochwertig. Wir stellen fest, dass wir es hier nicht mit der üblichen Billigklasse zu tun haben.

Erster Eindruck: Materialqualität, Haptik und Optik
Das Design in Silber/Schwarz wirkt klassisch und funktionell. Uns fallen sofort die im Querschnitt ovalen Rohre auf, die dem Gerät eine besondere Ästhetik verleihen. Der Sattel ist, anders als bei vielen Konkurrenten, mit Stoff bezogen, was wir als deutlich angenehmer empfinden als die üblichen Plastiksättel. Die Haptik ist an Griffen und Sattel überzeugend.
Stabilität im Training
Das Exum III ist für ein maximales Nutzergewicht von 150 kg ausgelegt und bringt selbst 39 kg auf die Waage, was grundsätzlich für eine gute Standfestigkeit spricht. Wir stellen allerdings fest, dass die Gesamtkonstruktion etwas wackeliger ist als in dieser Preisklasse erwartet. Dieses Wackeln ist deutlich feststellbar, insbesondere bei intensiveren Fahrten oder für etwas größere Benutzer.
Das Design mit den ovalen Rohren sieht zwar gut aus, aber ein Kastenprofil hätte für eine höhere Verwindungssteifigkeit gesorgt. Weiterhin bemängeln wir, dass der Sattel selbst etwas seitlich schwankt, da zu viel Spiel in der Befestigung des Sattelbügels vorhanden ist – dies ist bei unserem Körpergewicht von 80 kg bereits spürbar und kann als unangenehm empfunden werden. Die damals akzeptable Wackligkeit ist angesichts der heutigen Stabilitätsstandards im mittleren Preissegment ein klarer Schwachpunkt.

Materialgüte und Verarbeitungsmängel
- Materialgüte: Die Konstruktion besteht aus Stahl/Kunststoff und wirkt im Kern solide.
- Geruch: Wir stellen dezent, aber doch vorhandene Ausdünstungen des Lenkers fest, die wir nach kurzer Berührung direkt auf der Haut haben. Auch der ganze Raum riecht am Anfang leicht chemisch. Dies steht im Gegensatz zu dem damaligen „Gut“-Urteil von Stiftung Warentest in der Rubrik „Schadstoffe in den Griffen“ und erfordert von uns eine temporäre Abhilfe (z. B. Überzieher), bis die Gerüche verflogen sind.
- Spaltmaße: Die Konstruktion wirkt insgesamt sehr durchdacht, allerdings könnte die Arretierung des Lenkers eine Überarbeitung vertragen, da der Lenker leicht wackelt, obwohl er festgeschraubt ist. Dieses Manko stört uns definitiv.
Unsere Trainingserfahrungen mit dem FINNLO Exum III
Dieser Abschnitt ist das Herzstück des FINNLO Ergometer Exum III Tests und zeigt, warum das Exum III trotz kleiner Mängel in der Stabilität zu den besseren Ergometern gehört.

Fahrgefühl, Rundlauf & Widerstand
Das Fahrgefühl ist ausgezeichnet und der Hauptgrund für die Beliebtheit des Geräts. Die Induktionsbremse sorgt für eine hohe Präzision und einen sehr runden Tritt. Wenn Sie nach Geräten suchen, die auch als Heimtrainer-Alternative dienen können, empfehlen wir Ihnen unsere Ergometer Vergleich-Seite.

Die 8 kg Schwungmasse wird durch das Induktionsbremssystem (Wirbelstrombremse) und den Rillenriemenantrieb optimal genutzt. Wir erleben einen sehr flüssigen Bewegungsablauf und einen gleichmäßigen Widerstand über den gesamten Bewegungszyklus hinweg. Es sind keine spürbaren „toten Punkte“ oder Ruckeln im Tritt feststellbar, was für die Qualität des Antriebs spricht.
Ansprechverhalten und Widerstandssystem
Das Ansprechverhalten ist hervorragend. Das System reagiert präzise und direkt auf die Widerstandsänderung. Die Induktionsbremse ist ein großer Vorteil gegenüber einfachen Magnetbremssystemen, da sie die Belastung drehzahlunabhängig regeln kann und eine hohe Wattgenauigkeit ermöglicht. Die Belastung kann in feinen 5 Watt-Schritten vorgenommen werden und ist sofort fühlbar, was einer der Hauptgründe für die Wahl dieses Modells ist.

Widerstandssystem, Schrittweite und maximale Watt-Leistung
- Widerstandssystem: Induktionsbremse (Wirbelstrombremse)
- Belastungsbandbreite: 40 Stufen
- Watt-Leistung: 25 W bis 400 W
- Schrittweite: 5 Watt-Schritte
Die maximale Watt-Leistung von 400 Watt ist für den durchschnittlichen Heimanwender mehr als ausreichend. Da es sich um eine Klasse HA (entsprechend der DIN EN ISO 20957 -1/5) handelt, ist die Watt-Genauigkeit EU-zertifiziert und sehr hoch.
Dies ist ideal für gesundheitsorientiertes oder leistungsorientiertes Training, das auf exakte Vorgaben angewiesen ist. Weitere Informationen zur Bedeutung der Wattgenauigkeit in Ergometern finden Sie in unserem Ratgeber.

Passform und Eignung für Nutzergrößen
Das Exum III ist für Nutzer mit einer Körpergröße von minimal 155 cm bis maximal 200 cm ausgelegt. Wir testen das Gerät erfolgreich mit Personen von 1,60 m bis 1,90 m und stellen fest, dass die Einstellmöglichkeiten hervorragend sind und noch „Luft nach oben und unten“ besteht.

Pedalabstand (Q-Faktor) & Ergonomie
Der Pedalabstand (Q-Faktor) liegt bei 20 cm. Wir empfinden den Stand als natürlich und hüftbreit, und das Knie-Tracking ist auch bei höheren Widerständen unauffällig. Der Q-Faktor ist im Vergleich zu sehr schmalen Indoor Bikes, die wir in unserem Indoor Bikes im Test-Segment bewerten, etwas breiter, liegt aber noch in einem akzeptablen, gelenkschonenden Bereich. Die Pedale sind Standard-Pedale mit Riemen/Korb. Die Befestigung der Pedalriemen ist allerdings eine kraftaufwendige Frickelei, die uns mehrere Minuten kostet.

Sitz/Sattel und Lenker
- Sattel: Der Sattel ist sehr bequem und mit Stoff bezogen. Er ist in allen Varianten einstellbar: horizontal (vor/zurück) und vertikal (Höhe). Diese Flexibilität ist ein großer Vorteil. Allerdings führt eine horizontale Einstellung bei einigen Testern zu Schmerzen im Steißbein und in der Lendenwirbelsäule, weshalb wir den Sattel leicht nach hinten kippen mussten, was wiederum den Druck im Schambereich erhöht.

- Der Sattel ist für einige Nutzer mit Konfektionsgröße 48 zu breit und nicht ideal geformt, weshalb ein Austausch in Erwägung gezogen werden sollte.
- Lenker: Der Lenker ist in der Höhe nicht verstellbar, was ein klares Manko ist. Die Lenkerverstellung (Neigung) ist möglich, was jedoch nur bedingt die fehlende Höhenanpassung kompensiert. Verschiedene Griffpositionen sind möglich, aber der Lenker verfügt über keinen dedizierten Mehrfachgriff.
Die Griffe sind nicht aus besonders griffigem Material und dünsten anfangs aus. Die Langzeit-Ergonomie ist gut, wenn die Sattelposition optimal eingestellt ist. Nach 45–60 Minuten spüren wir aber aufgrund des breiten Sattels und der minimalen Lenkerbewegungen leichten Druck in der Hüftregion.

Leistung - Wattmodus und Genauigkeit
Der Wattmodus ist vorhanden und das Gerät kann drehzahlunabhängig eine Ziel-Wattzahl halten. Die Stabilität der Vorgabe (z. B. Soll 200 W) ist ausgezeichnet und liegt innerhalb einer engen Toleranz (Klasse HA). Das macht das Exum III zu einem echten Ergometer, das für therapeutische Zwecke oder präzises Intervalltraining eingesetzt werden kann.
Geräuschpegel im Betrieb
Das FINNLO Ergometer Exum III ist sehr leise im Betrieb. Dies ist ein klarer Vorteil der Kombination aus Riemenantrieb und Induktionsbremse.
Wir messen eine sehr niedrige Lautstärke sowohl bei geringer als auch bei hoher Intensität. Der Betrieb ist nahezu lautlos. Selbst bei intensiverem Radeln tritt nur ab und an ein Knacken auf, das wir auf die bereits erwähnten minimalen Wackelmomente in der Konstruktion zurückführen.

Dank des geringen Geräuschpegels ist das Trainieren in der Mietwohnung problemlos möglich, selbst spät abends, ohne die Nachbarn zu stören.
Das sehr leise Betriebsgeräusch ermöglicht es, problemlos nebenbei TV zu schauen oder Musik zu hören, ohne die Lautstärke unnötig anheben zu müssen.
Display & Technik des FINNLO Exum III
Der Computer ist das Herzstück des Geräts, zeigt aber auch seine Altersschwächen, besonders im Bereich der Konnektivität.

Konsole & Display
Das Herzstück ist der Trainingscomputer mit seinem übersichtlichen Blue-Backlight-Display (LCD). Die Beleuchtung sorgt für eine gute Lesbarkeit, allerdings ist das Display nicht im Neigungswinkel verstellbar, was die Lesbarkeit bei bestimmten Körperhaltungen einschränkt. Der Kontrast könnte zudem etwas höher sein.
Das ist Variante B mit einem moderneren Computer, der auch appkompatibel ist und mehrere Programme bietet.

Die Bedienung erfolgt über Tasten und ist nach dem Lesen der Beschreibung brauchbar, wenn auch etwas umständlich und nicht immer intuitiv. Besonders störend ist der laute Piepton, der bei jeder Änderung am Display ertönt und mit ca. 60 dB deutlich zu laut ist. Wir mussten diesen Piepton deaktivieren, indem wir den Piezolautsprecher manipuliert haben.
Anzeigewerte
Alle relevanten Trainingsdaten werden permanent angezeigt:
- Zeit
- Distanz
- Geschwindigkeit
- Umdrehungen pro Minute (RPM/Trittfrequenz)
- Kalorienverbrauch
- Herzfequenz (Puls)
- Watt
Bemerkung: Es werden alle notwendigen Werte angezeigt, was der HA-Klassifizierung entspricht. Es fehlt uns nichts Wesentliches an der Anzeige.
Zusätzliche Features an der Konsole
Eine Tablet-Halterung ist vorhanden und erfüllt ihren Zweck. Flaschenhalter oder ein USB-Ladeport sind nicht integriert.
Trainingsprogramme & Pulsmessung
Der Umfang der Programme ist beachtlich und bietet eine hohe Vielfalt für gesundheitsorientiertes Training.
Programme: Vielfalt und Nutzen
Wir können zwischen insgesamt 18 Trainingsprogrammen wählen:
- 12 Berg- und Talprofile (Fitnessprogramme)
- 4 Herzfrequenzprogramme (HRC), die automatisch den Widerstand an die Ziel-Herzfrequenz anpassen.
- 4 User-Profile zur Speicherung individueller Daten.

Die Herzfrequenzprogramme (HRC) sind besonders nützlich für ein gesundheitsorientiertes Herz-Kreislauf-Training, da der Widerstand automatisch angepasst wird, um die eingestellte Pulsobergrenze zu halten.
Pulsmessung
Die Pulsmessung kann auf zwei Arten erfolgen:
- Ohrpuls-Clip: Das mitgelieferte System ist praktisch, funktioniert gut, wenn man keine Ohrringe trägt, wird aber als nervig empfunden.
- Brustgurt-Empfänger: Das Gerät verfügt über einen 5 kHz Empfänger, der den Pulsschlag eines optionalen Brustgurts präziser erfasst als die Handpulssensoren.
Handpulssensoren an den Griffen sind nicht vorhanden.

Konnektivität & Apps des FINNLO Exum III
Dieser Part deckt die größte Schwachstelle des Geräts im Vergleich zu modernen Indoor Bikes ab und ist besonders wichtig für kaufinteressierte Besucher, die nach modernen, App-gesteuerten Erlebnissen suchen. Wenn Sie Alternativen mit breitem App-Support suchen, empfehlen wir einen Blick in unsere Bestenliste der Indoor-Bikes.

Update: Der neue Exum 2025 ist nun App-kompatibel. Der folgende Text gilt nur für das ältere Modell.
Schnittstellen und App-Verbindung
Das FINNLO Ergometer Exum III verfügt über keinen offiziellen App-Support. Es fehlen moderne Schnittstellen wie Bluetooth/ANT+ (FTMS-Standard), die für die Ansteuerung durch Apps wie Zwift, Kinomap oder Echelon benötigt werden.
Obwohl die Produktbeschreibung Bluetooth listet, können wir keine funktionierende Schnittstelle für gängige Trainings-Apps feststellen, die den Widerstand des Geräts steuern könnte. Die angegebene Bluetooth-Funktion dient lediglich zur Datenübertragung oder ist in unserem Test irrelevant für das interaktive Training.
Das bedeutet:
- Keine Steuerung durch Kinomap oder Zwift: Die beliebten virtuellen Fahrten mit Steigungsanpassung sind mit dem Exum III nicht möglich. Der Nutzer kann die Apps lediglich passiv nutzen (Tablet auf die Halterung legen), während die Widerstandsregelung manuell über den Computer oder die internen Profile gesteuert wird.
- Kein Sync zu Strava/Apple Health: Ein direkter Sync von Trainingsdaten ist nicht vorgesehen. Die Daten müssen manuell oder über Umwege (z. B. zusätzliche Sensoren am Rad) erfasst werden.
- Kein modernes Trainingserlebnis: Nutzer, die ein interaktives, spielerisches Training suchen, bei dem der Widerstand automatisch an die simulierte Steigung angepasst wird, müssen wir vom Exum III abraten.
Wartung & Langlebigkeit
Das Gerät ist auf Langlebigkeit und geringen Wartungsaufwand ausgelegt.
Das Herzstück ist der wartungsfreie Rillenriemenantrieb. Dieser erfordert keine Schmierung oder Riemenspannung wie eine Kette. Der geschlossene Korpus sorgt zudem für einen guten Staubschutz der inneren Komponenten. Die Lagerqualität scheint bis auf das anfängliche Knackgeräusch bei einigen Geräten, das auf eine lose Tretkurbel zurückzuführen ist, solide

Der Hersteller bietet in der Regel einen sehr guten Service. Ein Mangelpunkt ist jedoch die etwas komplizierte Anleitung für den Computer, die überarbeitet werden sollte.
Typische Schwachstellen
- Klopfgeräusche: Können durch nicht fest angezogene Tretkurbeln entstehen (Qualitätskontrolle).
- Knackgeräusche: Ab und an durch leichte Bewegung des Lenkers.
- Dokumentation: Die Computer-Anleitung könnte ausführlicher sein, insbesondere bezüglich der abrufbaren Fitnessprogramme.
Lagerung und Transport
Trotz seiner soliden Bauweise lässt sich das Gerät im Bedarfsfall noch verschieben.
Mit Abmessungen von 102 cm (Länge) x 55 cm (Breite) x 125 cm (Höhe) benötigt das Exum III eine Stellfläche von etwas mehr als einem halben Quadratmeter. Es ist ein mittelgroßes, aber nicht klappbares Gerät. Der Platzbedarf ist für die meisten Räumlichkeiten angemessen.

Das Eigengewicht von 39 kg ist hoch, aber für den Transport sind Transportrollen vorhanden. Diese erleichtern das Verschieben des Geräts innerhalb des Raumes erheblich. Wir müssen die Sitzschraube sehr fest anziehen, damit der Sitz beim Absteigen oder Verschieben nicht nach vorne kippt.
Die höhenverstellbaren Füßchen sind nur bedingt nützlich, da sie in Zwischenpositionen nicht arretierbar sind und der Stand bei weit rausgedrehtem Gewinde wacklig werden kann. Das Problem ist aber mit einer Bodenschutzmatte zu kompensieren.
Vor & Nachteile des FINNLO Exum III
Die Zusammenfassung unserer Testergebnisse bestätigt eine hohe Qualität im Antrieb und bei der Ergonomie, während die Konnektivität und einige Verarbeitungsdetails Schwächen zeigen.
- Sehr leiser Betrieb in der Wohnung dank Rillenriemenantrieb und Induktionsbremse.
- Präzise Watt-Steuerung (25 W bis 400 W) und Klassifizierung als Klasse HA (EU-zertifiziert).
- Hervorragendes, rundes Fahrgefühl ohne spürbare tote Punkte.
- Fein dosierbare Lasteinstellung in 5 Watt-Schritten.
- Hohe Max. Belastbarkeit von 150 kg.
- Umfangreiche Programme (18 Fitness- und 4 HRC-Programme).
- Sitz vertikal und horizontal verstellbar für optimale Ergonomie (155 cm bis 200 cm).
- Kein App-Support für interaktive Apps wie Zwift/Kinomap (kein FTMS/ANT+).
- Lenker ist nicht höhenverstellbar (nur Neigung), was die Anpassbarkeit einschränkt.
- Leichte Wackler und Instabilität in der Konstruktion (Sattel, Lenker) bei intensiver Belastung.
- Lauter Piepton des Computers (muss manuell gedämpft werden).
- Altmodische Pulsmessung primär über Ohrpuls-Clip (Brustgurt optional).
Fazit zum FINNLO Exum III Test
Der FINNLO Ergometer Exum III ist ein präziser Klassiker. Im FINNLO Ergometer Exum III Test besticht das Gerät zwar immer noch durch die Induktionsbremse und eine hervorragende, flüssige Fahrperformance, weshalb es 2015 zum Testsieger gekürt wurde. Dennoch stellen wir fest, dass es sich um einen Testsieger der Vergangenheit handelt. Das Gerät ist gut, aber es gibt mittlerweile bessere Alternativen, die in den Bereichen Stabilität und digitale Vernetzung deutlich mehr bieten.

Preis-Leistungs-Verhältnis
Der aktuelle Preis des Exum III ist angesichts der technischen Präzision (Klasse HA, Induktionsbremse) und der robusten Bauweise fair und gut. Jedoch hat der Markt aufgeholt. Wir sehen den Preis zwar für die Kernleistung als gerechtfertigt, müssen aber kritisieren, dass in dieser Preisklasse bessere und modernere Konkurrenten existieren, die bei gleicher oder ähnlicher Präzision auch die Stabilitätsprobleme beheben und vollständige App-Konnektivität (FTMS) bieten.
Abschließendes Urteil und klare Kaufempfehlung
Das FINNLO Ergometer Exum III erhält von unserem Test-Team eine insgesamt gute, aber zurückhaltende Bewertung. Wir stellen fest: Es ist ein hervorragendes Fitnessgerät für Puristen, das immer noch gut ist. Wer jedoch das Maß der Dinge im Jahr 2024 sucht, sollte sich bei der Konkurrenz umsehen, da die Schwächen in der digitalen Vernetzung und der Konstruktionsstabilität gegen moderne Alternativen ins Gewicht fallen.
Empfehlung für bestimmte Nutzergruppen
Wir sprechen eine klare Kaufempfehlung für folgende Nutzergruppen aus:
- Gesundheitsorientierte Trainierende: Aufgrund der präzisen Wattsteuerung und der Herzfrequenzprogramme (HRC) ist das Gerät ideal für das gesundheitsorientierte Training nach Pulsvorgaben.
- Puristen und Ruhesuchende: Alle, die Wert auf einen nahezu lautlosen Betrieb legen und moderne interaktive Apps nicht benötigen.
- Ambitionierte Radfahrer, die Präzision suchen: Die exakte Wattmessung nach HA-Klasse macht das Gerät zur verlässlichen Trainingsgrundlage.
Nicht geeignet ist das Exum III für:
- Technik-Enthusiasten: Nutzer, die Kinomap, Zwift oder andere App-Steuerungen für interaktives Training benötigen.
- Nutzer über 1,90 m mit besonderen ergonomischen Anforderungen: Die fehlende Höhenverstellung des Lenkers kann hier zum Problem werden.














