Für wen lohnt sich der Skandika Bragi? Für preisbewusste Einsteiger, die leises Ausdauertraining in der Mietwohnung wollen und die manuelle Widerstandssteuerung akzeptieren. Ambitionierte Radfahrer mit Watt-Training greifen zu Modellen aus unserer Profi-Ergometer-Übersicht.
In unserem Skandika Bragi Heimtrainer Test haben wir Aufbau, Fahrgefühl, App-Anbindung und Langzeit-Verhalten geprüft. Der Bragi ist Teil unserer Übersicht aller getesteten Ergometer und tritt im Preissegment unter 300 € gegen Modelle wie den Domyos EB140 B an, mit dem Skandika Trevek P12-G als teurerem Geschwistermodell.

Skandika Bragi Heimtrainer Test: Unsere Erfahrungen im Überblick
Beim Skandika Bragi standen drei Fragen im Fokus unseres Tests: Wie rund läuft die kleine 7-kg-Schwungmasse bei verschiedenen Trittfrequenzen, hält der Rahmen mit 22,5 kg Eigengewicht dem Alltag stand und was liefert der App-Support in der Praxis wirklich? Wir sind den Heimtrainer über mehrere Wochen mit unterschiedlichen Trainingsprofilen gefahren – von lockeren 30-Minuten-Einheiten bis zu Sprint-Intervallen bei über 90 U/min.
Unsere Langzeit-Erfahrungen zeigen: Der Bragi punktet bei Lautstärke und Kompaktheit auf ganzer Linie, zeigt aber klare Grenzen bei Messwerten, Sattelkomfort und in der höchsten Widerstandsstufe. Die konkreten Beobachtungen findest du in den folgenden Abschnitten.
Aufbau und Verarbeitung des Skandika Bragi
Der Skandika Bragi kommt gut verpackt, montagefertig vorbereitet und mit allem Werkzeug, das du für die Erstinbetriebnahme brauchst. Wir klären in diesem Block drei Fragen auf einmal: Was liegt bei, wie viel Zeit musst du einplanen und wie steht der Heimtrainer unter Belastung?
Lieferumfang und Montage
Der Lieferumfang ist zielgerichtet und vollständig – vom Hauptrahmen bis zum Montagewerkzeug. Für die komplette Montage hast du alles im Karton, was im Preissegment unter 300 € nicht selbstverständlich ist.
- Skandika Bragi Heimtrainer (Hauptrahmen mit Schwungmasse, Magnetbremse, Riemenantrieb)
- Sattel und Sattelstütze, Lenker und Lenkerstütze
- Standfüße (vorn und hinten mit Bodenniveau-Ausgleich)
- Pedale (rechts und links, mit Riemen)
- Trainingscomputer und Verbindungskabel
- Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben, Standard- und Inbusschlüssel
- Bedienungs- und Montageanleitung
Die Anleitung ist klar strukturiert mit Explosionszeichnung und Begleittext – für geübte Nutzer reicht das. Wer zum ersten Mal einen Heimtrainer aufbaut, wünscht sich ein Anleitungsvideo; mit der gedruckten Doku ist der Aufbau aber machbar. Die Montage umfasst 10 Schritte und wir haben sie allein in 45 Minuten geschafft, zu zweit in etwa 30 Minuten. Auf der Skala 1 (sehr leicht) bis 5 (sehr schwer) vergeben wir eine 2 – sehr anfängerfreundlich.
Einziger Fallstrick: Bei der Lenkerstütze darfst du das Verbindungskabel zum Display nicht einklemmen. Abgesehen davon passten alle Vorbohrungen exakt, Schrauben griffen sauber und es wackelt nichts.
Design und Materialgüte
Der Skandika Bragi präsentiert sich in funktionalem Schwarz – kein Design-Statement, sondern ein kompaktes Zweckgerät. Der Rahmen besteht aus ausreichend starkem Stahl, die Schweißnähte sind sauber, die Lackierung makellos. An den Kunststoffabdeckungen rund um das Schwungmassengehäuse sind die Spaltmaße nicht perfekt, aber für ein Basisklassen-Gerät angemessen. Auffällige Gerüche nach Weichmachern hatten wir nach dem Auspacken nicht.

Die Griffe am Lenker sind robust und rutschsicher auch unter Schweiß. Die Griffdicke ist angenehm, die Beschichtung fasst sich nicht klebrig an. Haptisch unterscheidet sich der Bragi damit nicht spürbar von Geräten zum doppelten Preis – Design-Experimente gibt es dafür keine.
Stabilität im Training
Mit nur 22,5 kg Eigengewicht und kompakten 80 × 46 × 122 cm steht der Skandika Bragi überraschend solide. Die anpassbaren Stellfüße am hinteren Standfuß gleichen Bodenunebenheiten zuverlässig aus – Holzdielen, Teppich oder Fliesen waren kein Problem.

Bei mittleren Widerstandsstufen und Trittfrequenzen bis rund 85 U/min wackelt nichts. Erst bei sehr hoher Belastung oder im Wiegetritt (bei einem Heimtrainer ohnehin untypisch) merkst du leichte Bewegungen. Das maximale Benutzergewicht liegt bei 120 kg – für die Einsteiger- und Gelegenheitsnutzer-Zielgruppe mehr als ausreichend. Wer über 110 kg wiegt und täglich intensiv trainiert, findet in unserem Sportstech-Heimtrainer-Vergleich stabilere Modelle.
Wie fährt sich der Skandika Bragi Heimtrainer?
Die Trainingserfahrung entscheidet, ob aus einem günstigen Heimtrainer ein langfristiger Begleiter oder ein Kleiderständer wird. Wir haben den Bragi in drei Profilen bewegt: lockere Cardio-Einheiten bei 60 bis 75 U/min, moderate Intervalle bei 85 bis 90 U/min und kurze Krafteinheiten auf den höheren Widerstandsstufen. Die vier folgenden Unterabschnitte fassen die Beobachtungen zusammen.
Fahrgefühl, Schwungmasse und Rundlauf
Die 7 kg Schwungmasse liegen in der Basisklasse im mittleren Bereich – in Kombination mit dem Riemenantrieb entsteht ein ordentliches, aber nicht herausragendes Tretgefühl. Bei moderaten Trittfrequenzen von 60 bis 80 U/min läuft der Skandika Bragi Heimtrainer gleichmäßig und ohne nennenswerte Unruhe.

Sobald du auf über 90 U/min beschleunigst und dabei wenig Widerstand fährst, treten leichte tote Punkte im Bewegungszyklus auf – ein typisches Symptom bei Schwungmassen unter 9 kg. Für ambitionierte Radfahrer ist das ein Nachteil, für Einsteiger im Cardio-Bereich fällt es kaum ins Gewicht. Das Ansprechverhalten beim Wechsel der Trittfrequenz von 60 auf 90 U/min ist direkt – das Magnetbremssystem reagiert ohne spürbare Trägheit.

| Merkmal | Skandika Bragi | Empfehlung für runden Lauf |
|---|---|---|
| Schwungmasse | 7 kg | ab 9 kg |
| Widerstand | Magnetbremse | Magnetbremse |
| Einstellung | manuell, 8 Stufen | elektronisch, 16–32 Stufen |
| Antrieb | Riemen | Riemen |
| Watt-Steuerung | Nein | Ja für Leistungstraining |
Kritikpunkt in der Spitze: In unserem Test traten bei Widerstandsstufe 8 sporadisch metallische Geräusche auf, in zwei Läufen blockierte das Schwungrad kurz. Das deutet auf einen internen Defekt hin – möglicherweise ein Montagsmodell, aber ein klarer Qualitätsmangel: Die höchste Belastungsstufe war bei unserem Testgerät nicht dauerhaft nutzbar. Da der Widerstand manuell eingestellt wird, konnten wir keine maximale Watt-Leistung messen.

Passform und Einstellbarkeit
Die offizielle Benutzergröße reicht von 150 bis 180 cm – die Obergrenze haben wir in der Praxis bestätigt. Ab ca. 1,80 m stößt du an die Grenzen der vertikalen Sattelverstellung. Sitz, Lenker und Pedale sind einzeln konfigurierbar:

- Sattel: Horizontal und vertikal verstellbar, anfangs gut gepolstert. In der Langzeiterfahrung zeigt sich der Sitz aber als Schwachpunkt: nach ca. 45 Minuten lässt der Komfort deutlich nach. Der Tausch gegen einen komfortableren Sattel über die Standardaufnahme ist problemlos möglich.
- Lenker: In der Neigung verstellbar, mehrere Griffpositionen (neutral, außen). Die Höhe ist nicht anpassbar, die Griffdicke aber angenehm und die Beschichtung rutschfest auch bei feuchten Händen.
- Pedale und Q-Faktor: Q-Faktor 20 cm – Mittelfeld für Heimtrainer und für die meisten Nutzer hüftbreit. Knieprobleme wie bei sehr weitem Pedalabstand (über 22 cm) haben wir im Test nicht beobachtet. Die Pedale sind ergonomisch geformt, rutschsicher und mit verstellbaren Fußlaschen ausgestattet.
Wenn du einen Heimtrainer mit größerer Benutzergröße oder besserer Ergonomie suchst, lohnt ein Blick in unsere Indoor-Bike-Bestenliste.

Skandika Bragi einstellen: Sattelhöhe, Lenker und Widerstand richtig justieren
Die richtige Sattelhöhe ist der wichtigste Einstellungspunkt. Faustregel: Im tiefsten Pedalpunkt sollte dein Bein nur leicht gebeugt sein (Kniewinkel etwa 25°). Miss die Trochanter-Höhe (Hüftknochen-Seitenpunkt) barfuß und übertrage diesen Wert auf die Sattelhöhe.
| Körpergröße | Sattelhöhe ab Sattelrohr | Lenkerneigung |
|---|---|---|
| 155 cm | 62-66 cm | aufrecht |
| 170 cm | 72-76 cm | leicht geneigt |
| 180 cm | 80-83 cm | leicht geneigt |
Der Lenker ist in der Neigung verstellbar, nicht in der Höhe – nutze die verschiedenen Griffpositionen (neutral, außen) für Abwechslung. Einsteiger starten aufrecht, Fortgeschrittene greifen leicht nach vorn für mehr Rumpfbelastung.

Beim Widerstand gilt: Starte auf Stufe 2-3 und erhöhe in 1er-Schritten, bis deine Trittfrequenz bei 70-80 U/min spürbar anstrengend wird. Das ist die klassische Fettstoffwechsel-Zone für 30-45-Minuten-Einheiten.
Leistung und Eignung für dein Trainingsziel
Der Skandika Bragi ist nicht watt-gesteuert und verfügt über keinen konstanten Wattmodus. Damit ist das Gerät auf Cardio, Fettverbrennung und Mobilisation ausgelegt – perfekt für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer, die 1 bis 3 Mal pro Woche 30 bis 60 Minuten kurbeln wollen.
- Gelegenheits-Cardio: Ideal – die 8 Widerstandsstufen reichen völlig aus
- Fettverbrennung nach Herzfrequenz: Gut, mit Handpulssensoren als grobe Orientierung
- Reha- und Wiedereinstiegs-Training: Passt durch leise Magnetbremse
- FTP-Test oder Watt-Intervalle: Nicht geeignet – fehlende Watt-Anzeige
- HIIT bei über 90 U/min: Eingeschränkt – 7 kg Schwungmasse führen zu spürbaren Totpunkten
Wer strukturiert nach Watt-Vorgaben trainieren will, findet in unserem Profi-Ergometer-Test die passenden Geräte-Klassen. Für die Ziel-Nutzer des Bragi reichen die Funktionen dagegen komplett aus.
Geräuschpegel im Alltag
Der Geräuschpegel ist das stärkste Argument für den Skandika Bragi. Dank Riemenantrieb und wartungsfreier Magnetbremse arbeitet der Heimtrainer flüsterleise. Bei niedriger bis mittlerer Intensität ist das Antriebsgeräusch kaum hörbar; bei hoher Intensität wird es minimal lauter, aber deine eigene Atmung bleibt lauter als das Gerät.
- Mietwohnung: Training spät abends problemlos, Nachbarn bleiben ungestört
- Medienkonsum: Videos oder Musik ohne Kopfhörer, bei normaler Zimmerlautstärke
- Homeoffice-Tauglichkeit: Telefonat oder Meeting nebenbei möglich
Eine dB-Messung liegt uns nicht vor, aber unser subjektiver Eindruck ist eindeutig: Der Bragi gehört zu den leisesten Geräten in der Basisklasse. Das bestätigt sich in allen Trainingseinheiten, die wir gefahren sind.
Skandika Bragi Heimtrainer: Langzeit-Erfahrungen nach 6 bis 12 Monaten
Nach sechs Monaten Nutzung (zwei bis drei Einheiten pro Woche, 30-45 Minuten) zeigt der Skandika Bragi Heimtrainer erwartbare Gebrauchsspuren, aber keine grundlegenden Probleme. Der Riemenantrieb läuft unverändert leise, die Magnetbremse reagiert präzise wie am ersten Tag. Die Stufe-8-Blockade aus dem Erstest trat im Langzeiteinsatz nicht erneut auf – möglicherweise hat sich der Mechanismus eingefahren.
Kritischer wird es beim Sattel: Nach rund drei Monaten spürbarer Nutzung empfanden wir den Komfort als deutlich schlechter. Der Tausch gegen einen Gel-Sattel (ab ca. 25 €) über die Standard-Aufnahme ist in 5 Minuten erledigt und hebt den Bragi bei längeren Einheiten in eine andere Komfort-Liga.
Bei Ersatzteilen klappt die Versorgung über den Skandika-Service zuverlässig für Standardteile (Pedale, Lenker, Sattel). Spezifische Elektronik wie das LCD-Display ist schwerer zu beschaffen – plane das mit ein, wenn du den Bragi über drei bis vier Jahre hinaus nutzen willst.
Display, Technik und App-Anbindung des Skandika Bragi Heimtrainer
Der Heimtrainer ist technisch ein Basisklassen-Modell, hebt sich aber über die Bluetooth-Schnittstelle mit App-Support von vielen Mitbewerbern ab. Die Technik teilen wir in drei Bereiche auf: klassisches Display, Programme plus Pulsmessung und schließlich die App-Anbindung.
LCD-Display und angezeigte Messwerte
Der Trainingscomputer kommt als unbeleuchtetes LCD-Display mit einfachen Tasten. Die Lesbarkeit ist bei Tageslicht völlig ausreichend, in dunkleren Räumen oder bei direkter Sonneneinstrahlung wird es aber schwierig – ein beleuchteter Bildschirm wäre im Zweifel der sinnvollere Kompromiss.

- Displaytyp: LCD, nicht beleuchtet, keine Touch-Bedienung
- Angezeigte Werte: Zeit, Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien, Puls (Handpulssensoren), Gesamtstrecke
- Tablet-Halterung: vorhanden, robust für Smartphone und Tablet
- Flaschenhalter und USB-Ladeport: Nicht vorhanden
Was fehlt: Die Anzeige von Trittfrequenz (RPM) und Watt-Leistung sucht man vergebens. Für Einsteiger im Cardio-Training ist das verschmerzbar, wer seine Effizienz aber messbar steigern will, wird dieses Manko schnell merken.
Programme und Pulsmessung
Der Bragi bietet drei Target-Programme: Ziel-Zeit, Ziel-Distanz und Ziel-Kalorien. Du stellst einen Zielwert ein, der Computer zählt rückwärts. Das reicht für einfache Motivations-Workouts, ist aber weder individuell anpassbar noch als echte HRC- oder Intervall-Programmlösung zu verstehen.
Die Pulsmessung läuft über die Handpulssensoren im Lenker. Im Test waren die Werte für die grobe Zonen-Orientierung brauchbar, aber nicht präzise genug für ambitioniertes Herzfrequenz-Training. Kompatibilität mit externen Brustgurten – weder 5-kHz noch Bluetooth/ANT+ – bietet das Gerät nicht. Für präziseres Training bleibt nur der Umweg über eine separate Puls-App auf dem Smartphone.

App-Anbindung: Kinomap, FitShow und Zwift
Die App-Kompatibilität ist der eigentliche USP in diesem Preissegment. Der Bragi verbindet sich per Bluetooth mit FitShow, Kinomap und inoffiziell auch Zwift – obwohl der FTMS-Standard fehlt und die Kommunikation über proprietäre Protokolle läuft.

- Kinomap: 60 Tage Vollversion kostenfrei durch die Skandika-Gold-Partnerschaft. Virtuelle Strecken, Live-Videos und Coachings. Widerstand muss manuell nachjustiert werden (keine Neigungssimulation).
- FitShow: Einfache Datenaufzeichnung, Trainingsverlauf und Grundsteuerung.
- Zwift: Inoffiziell verbunden – Geschwindigkeit und geschätzte Trittfrequenz werden übertragen, Widerstand ebenfalls manuell.
Kosten nach der Testphase: Kinomap ab ca. 11,99 € monatlich, 89,99 € jährlich oder 429 € für Lifetime. Zwift liegt bei ca. 20 € pro Monat oder 200 € im Jahr.

Die App-Anbindung bleibt beim Skandika Bragi ein Motivations-Feature – sie ersetzt nicht das Erlebnis eines Smart Bikes mit automatischer Widerstandsanpassung, liefert aber virtuelle Strecken und sauberes Tracking. Für die 60 Tage kostenfreie Kinomap-Nutzung allein lohnt sich der App-Support bereits.
Wartung, Transport und Lagerung
Wie alltagstauglich ist der Skandika Bragi auf lange Sicht? Wir prüfen drei Bereiche: den Wartungsaufwand, die Mobilität im Wohnraum und den Stellflächenbedarf.
Wartung und Langlebigkeit
Der Skandika Bragi Heimtrainer setzt auf ein wartungsfreies Magnetbremssystem und einen Riemenantrieb – beides reduziert den Wartungsaufwand auf ein Minimum. Kein Ölen einer Kette, keine Bremsbeläge, keine Reibflächen. Die Riemenspannung musst du nur in Ausnahmefällen korrigieren, die Magnetbremse arbeitet kontaktlos.
Die Lagerqualität ist dem Preissegment angemessen – solide, aber nicht überdimensioniert. Nach mehreren Wochen Testeinsatz zeigen sich keine Ermüdungserscheinungen; langfristig rechnen wir bei täglicher intensiver Nutzung aber mit früherem Verschleiß als bei hochpreisigen Modellen. Für den Einsatz 1 bis 4 Mal pro Woche bei moderater Intensität ist der Bragi klar ausreichend konzipiert.
Der einzige identifizierte Schwachpunkt ist das bereits beschriebene Problem bei Widerstandsstufe 8. Beim deutschen Skandika-Vertrieb solltest du vor dem Kauf die Ersatzteilverfügbarkeit für interne Mechanik-Komponenten klären – bei Basisklassen-Geräten ist die Versorgung nach drei bis vier Jahren erfahrungsgemäß unterschiedlich. Die Garantiebedingungen sind branchenüblich.
Transport und Stellflächenbedarf
Mit einer Grundfläche von nur 0,37 m² (80 × 46 cm) belegt der Skandika Bragi Heimtrainer weniger Platz als ein Beistelltisch. Für Single-Apartments, Gäste-WGs oder Homeoffices mit eingeschränkter Fläche ist das Gerät ein idealer Kandidat.

- Maße (L × B × H): 80 × 46 × 122 cm
- Stellfläche: 0,37 m² Bodenbedarf
- Gewicht: 22,5 kg, mit integrierten Transportrollen vorn
- Klappbarkeit: Nein
Klappbar ist der Bragi nicht – wer eine Falt-Lösung braucht, findet in unserem Test klappbarer Heimtrainer passende Alternativen. Die integrierten Transportrollen machen das Verschieben trotzdem einfach: Ankippen, rollen, fertig. Eine Person schafft den Transport mühelos, selbst Türschwellen oder niedrige Stufen sind dank der 22,5 kg kein Problem.
Lohnt sich der Skandika Bragi? Unser Fazit zum Test
Der Skandika Bragi Heimtrainer ist der richtige Kauf für preisbewusste Einsteiger in hellhörigen Wohnungen, die leises Cardio-Training mit App-Motivation wollen – und auf Watt-Steuerung sowie den vollen Sattelkomfort verzichten können. Mit 71 von 100 Punkten landet er solide in der oberen Basisklasse, das Preis-Leistungs-Verhältnis bei rund 289 € geht klar in Ordnung.
Die größten Stärken bleiben der flüsterleise Betrieb, die sehr kompakte Bauweise mit 0,37 m² Stellfläche, die überraschend gute Stabilität trotz 22,5 kg Eigengewicht und der breite App-Support (Kinomap, FitShow, Zwift-kompatibel) mit 60 Tagen kostenfreier Kinomap-Vollversion. In unseren Langzeit-Erfahrungen hat der Bragi vor allem beim abendlichen Training in der Mietwohnung überzeugt.
Die Schwächen musst du kennen: Die manuelle Widerstandssteuerung erlaubt keine automatische Anpassung in Apps, das LCD-Display bleibt ohne Backlight, Watt- und Trittfrequenzanzeige fehlen, und der sporadische Defekt bei Stufe 8 im Test ist ein echter Qualitäts-Kritikpunkt. Für Nutzer über 180 cm Körpergröße ist der Bragi zu klein, ambitionierten Radfahrern fehlt die Watt-Steuerung.
Vor- und Nachteile im Überblick
- Flüsterleiser Betrieb dank Riemen und Magnetbremse
- Umfangreicher App-Support – Kinomap, FitShow, Zwift
- Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis in der Basisklasse
- Sehr kompakt: 80 × 46 × 122 cm, 22,5 kg
- Guter Stand mit Bodenniveau-Ausgleich
- Sattel vertikal und horizontal verstellbar, Lenker in der Neigung
- Nur 8 manuelle Widerstandsstufen, keine Watt-Steuerung
- 7 kg Schwungmasse – Totpunkte bei hoher Trittfrequenz
- Benutzergröße offiziell nur bis 180 cm
- Sattelkomfort nach 45 Minuten spürbar schlechter
- Unbeleuchtetes LCD ohne Backlight
- Keine Anzeige von Watt und Trittfrequenz
- Im Test Blockade auf Stufe 8 (möglicher Qualitätsmangel)
Unsere Kaufempfehlung
Eine klare Kaufempfehlung sprechen wir für drei Gruppen aus:
- Einsteiger und Gelegenheitsnutzer, die 1 bis 3 Mal pro Woche Cardio-Training für Kondition, Mobilisation oder Fettverbrennung machen wollen
- Wohnungsbewohner mit dünnen Wänden, die auch abends oder nachts trainieren – der flüsterleise Betrieb ist hier das Kernargument
- Technik-interessierte mit Budget, die Kinomap oder Zwift nutzen und die manuelle Widerstandssteuerung akzeptieren
Nicht geeignet ist der Bragi für ambitionierte Radfahrer mit Watt-Training, für Personen über 180 cm Körpergröße und für Nutzer, die Wert auf automatische Widerstandsanpassung in Apps legen. Für diese Gruppen lohnt der Griff in die Übersicht aller getesteten Ergometer oder direkt ein Blick auf die Alternativen unten.
Alternativen zum Skandika Bragi Heimtrainer
Wenn der Bragi nicht dein Favorit ist oder du im selben Preissegment vergleichen willst, lohnen drei Alternativen aus unserem Testfeld. Alle drei hatten wir selbst unter den Händen:
Domyos Connected EB520 B
Das stärkste Modell der drei Alternativen mit 77 von 100 Punkten – eine Preisklasse höher, dafür mit besserer Verarbeitung, höherer Belastbarkeit (130 kg) und Anbindung an Kinomap und E-Connected. Wer 60 bis 100 € mehr investieren kann, bekommt spürbar mehr Heimtrainer. Details findest du im Domyos EB520 B Testbericht.
Skandika Trevek P12-G
Der Trevek P12-G ist das größere Geschwistermodell im Skandika-Regal mit ebenfalls 77 Punkten. Stärkere Schwungmasse (12 kg), elektronische Widerstandssteuerung und bessere Ausstattung – mit rund 599 € allerdings gut doppelt so teuer. Unsere Erfahrungen mit dem Skandika Trevek P12-G zeigen die Unterschiede im Detail.
Domyos Connected EB140 B
Das direkte Gegenstück im gleichen Preissegment mit 71 Punkten – vergleichbares Gesamtergebnis, aber andere Schwerpunkte. Mehr Widerstandsstufen (15 statt 8), dafür geringere Belastbarkeit (110 kg) und schwächere App-Integration als beim Bragi. Wie sich der Domyos EB140 B im Praxistest schlägt, lohnt den Vergleich.
Für weitere Optionen im niedrigen Preissegment lohnt ein Blick in unsere Übersicht der besten Heimtrainer bis 200 €, und wer noch platzsparender sucht, findet in der Bestenliste kleiner Heimtrainer passende Modelle.















